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Dipps hat drei Jahre Geld verschenkt

Leserbrief

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Annerose Schulz von der Firma sunworks-europe ltd mit Sitz in Reichstädt schreibt zur Entscheidung des Technischen Ausschusses von Dipps, der nun doch das Dach der Grundschule in Reichstädt für eine Photovoltaikanlage zur Verfügung stellen will:

Der Stadtrat und der Technische Ausschuss sind zu beglückwünschen! Endlich haben sie sich durchgerungen und geben ein Dach frei für Investoren, die eine Photovoltaikanlage errichten wollen. Ich glaube aber erst daran, wenn diese Anlage auf dem Dach zu sehen ist. Unser Firma sunworks-europe ltd mit Sitz in Reich-städt hat dieses Thema schon vor drei Jahren beim Bürgermeister angesprochen, auch wir suchten Pachtdächer für Investoren. Wir sind, kurz gesagt, abgeblitzt.

Nun ja, glücklicherweise haben nicht alle diese Einstellung. Wir haben inzwischen für unsere Investoren Photovoltaikanlagen in anderen Orten gebaut, z.B. auf Gebäuden der Agrargesellschaft Ruppendorf AG (rund 25 Kwp).

In den Pachtverträgen ist unterschiedlich geregelt, wie die Zahlungen der Pacht erfolgen sollen. Ich weiß nicht, nach welcher Rechnung man auf die im Artikel ausgewiesene Pacht von jährlich 831 Euro kommt. Fakt ist jedoch, wäre die Stadt damals vor drei Jahren aufgeschlossener gewesen und hätte unseren Investoren die Dächer verpachtet, hätte man schon drei Jahre Pachtzahlungen einnehmen können, zumal vor drei Jahren die Einspeisevergütung noch höher war. Offensichtlich braucht unsere Stadt kein Geld. Im Übrigen ist es bezeichnend, dass unsere Stadtväter nicht mit ortsansässigen Unternehmen zusammenarbeiten, sondern lieber Firmen aus den alten Bundesländern vorziehen(Sitz der Sybac: 56729 Kehrig ), die dann ihre Steuern auch in den alten Bundesländern lassen.

Das sind Aufträge, die uns hier vor Ort entgehen und die an keine Ausschreibungen gebunden sind.

Vielleicht sollten wir unser Gewerbe ummelden in so einen Ort,wo wir als ortsansässiges Unternehmen mehr Akzeptanz bekommen, woanders Arbeitsplätze schaffen, woanders Steuern zahlen.

Auch das sollten unsere Stadtväter einmal überdenken!