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Dippser feiert 100. Geburtstag

Ein Jahrhundert alt ist Hermann Deutsch am Mittwoch geworden. Der rüstige Rentner hat in seinem langen Leben schon so einiges erlebt.

Die Töchter Sieglinde Rühle und Petra Böhme (re.) gratulieren dem Jubilar Hermann Deutsch im Dippser Seniorenzentrum zu seinem 100. Geburtstag.
Die Töchter Sieglinde Rühle und Petra Böhme (re.) gratulieren dem Jubilar Hermann Deutsch im Dippser Seniorenzentrum zu seinem 100. Geburtstag. © Egbert Kamprath

Besonderen Grund zum Feiern hatte am Mittwoch Hermann Deutsch im Dippser Seniorenzentrum. Er hat nun das stolze Alter von 100 Jahren erreicht. Seine beiden Töchter Sieglinde Rühle und Petra Böhme gehörten zu den ersten Gratulanten.

Der rüstige Rentner ist noch immer gut zu Fuß unterwegs und hat seine eigene Wohnung. Seit 2015 lebt er im Betreuten Wohnen. Bis dahin war Reinholdshain sein Heimatort.

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Geboren wurde Hermann Deutsch aber in Schmiedeberg im Sudetenland, dem heutigen Kovarska im mittleren Erzgebirge. Im Alter von 20 Jahren wurde er zu Weihnachten in die Wehrmacht eingezogen. Zuerst gab es einen Fronteinsatz in Frankreich, später in Russland. 1943 geriet der junge Soldat hier in Kriegsgefangenschaft, die erst 1948 zu Ende war. Hermann Deutsch verschlug es nach Reinholdshain, wo er 1949 seine Helene heiratete. Selbst die eiserne Hochzeit konnten beide zusammen feiern.

Seit 2015 ist Hermann Deutsch allein, doch er hat seine beiden Töchter, vier Enkel und acht Urenkel an seiner Seite.

Gelernt hat der Jubilar ursprünglich Dekorationsmaler, arbeitete nach dem Krieg aber in einem feinmechanischen Reinholdshainer Betrieb. Später gehörte er zu den Gründern der Dippser Maler PGH. Diesen Beruf musste er aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Wegen der angeschlagenen Gesundheit ging Hermann Deutsch in Frührente.

Damals hätte er nie gedacht, dass er einmal hundert Jahre alt werden würde. Doch die Familie scheint ein besonderes Alters-Gen zu haben. Oder liegt es an dem besonderen Hobby. Der Dippser malt bis heute mit Ölfarben auf Leinwand. Als Vorlage dienen ihm Fotos aus der Zeitung oder Kalenderblätter. 2010 gab es im Lohgerbermuseum sogar eine Kabinettausstellung mit seinen Bildern.

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