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Dippser Händler stellen Rabattsystem ein

350.000 Punkte haben Dippser Geschäfte an ihre Kunden ausgegeben. Warum die jetzt bald eingelöst werden müssen.

Jens Tennert hat mit seinen Kollegen vom Handels- und Gewerbeverein 15 Jahre lang die Vorteilskarte in Dipps angeboten.
Jens Tennert hat mit seinen Kollegen vom Handels- und Gewerbeverein 15 Jahre lang die Vorteilskarte in Dipps angeboten. © Egbert Kamprath

15 Jahre lang haben Dippoldiswalder Einzelhändler ihre Vorteilskarte angeboten. Insgesamt 350.000 Punkte haben sie an die Kunden für deren Einkäufe ausgegeben. Jetzt aber läuft dieses System aus.

„Anfangs waren 35 Geschäfte daran beteiligt, aber im Lauf der Zeit hat sich die Zahl verringert“, sagt Jens Tennert, der Vorsitzende des Handels- und Gewerbevereins. Die Kunden haben sich eine Karte genommen und haben beim Einkaufen für jeweils zehn Euro Einkaufswert einen Punkt bekommen. Wenn die Karte mit 100 Punkten voll war, erhielten sie zehn Euro ausgezahlt. Letztlich war das ein Prozent Rabatt. 

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Noch Zeit bis Februar 2021

Bis Ende Februar kommenden Jahres können die Kunden ihre Karten noch einlösen, dann gehört die „Vorteilskarte in Dipps“ der Vergangenheit an. Wenn jemand bis zu diesem Zeitpunkt seine Karte nicht voll bekommt, dann erhält er ausnahmsweise den Gegenwert auch anteilig ausbezahlt. Pro eingeklebtem Punkt gibt es zehn Cent, informiert Tennert.

„Mit zunehmender Digitalisierung treten solche analogen Systeme in den Hintergrund“, sagt der Kaufmann. Die Beteiligung daran nahm zunehmend ab. Im Gegenzug stiegen die Kosten. Beispielsweise wird der Druck der Punkte-Aufkleber im Verhältnis teurer, wenn nur geringe Mengen abgenommen werden. Daher haben sich die beteiligten Händler entschieden, das System auslaufen zu lassen. Einige Kunden nutzen die Karten noch intensiv. Es sind aber nicht mehr genug, damit sich die Karten weiterhin rentieren. „Das waren vor allem Ältere, die von früher her noch das Markenkleben beim Konsum kannten“, sagt Tennert.

Partnergemeinde Bösel war Vorbild

Im Jahre 2005 haben sich die Dippser Händler zusammengetan, um die verschiedenen Formen von Rabattsystemen wenigstens im Rahmen der Stadt zu vereinheitlichen. Sie haben sich verschiedene Modelle angesehen und ihre Karte schließlich nach dem Vorbild der Partnergemeinde Bösel in Niedersachsen gestaltet. Andere System waren zu teuer oder weniger praktisch. Jetzt stehen die Dippser Händler wieder vor einer ähnlichen Situation und sind auf der Suche nach einem geeigneten Rabattsystem. Tenner sagt: „Wir danken den Kunden dafür, dass sie das Anliegen "kauft lokal" mitgetragen haben. Das hat ja gerade in den letzten Wochen seine Berechtigung wieder unter Beweis gestellt und ist gerade auch für eine attraktive Innenstadt wichtig.“

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