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Kriegt Oppach nun einen neuen Aldi?

Eigentlich war alles klar. Die Gemeinde hat Baurecht hergestellt. Nun aber zögert der Konzern wieder.

Der Aldi-Markt in Oppach.
Der Aldi-Markt in Oppach. © Archivfoto: Rafael Sampedro

Theoretisch kann in Oppach ein neuer Aldi-Markt gebaut werden. Die Gemeinde hat alle Voraussetzungen dafür geschaffen, bestätigt Bürgermeisterin Sylvia Hölzel. In einem langwierigen Verfahren hatte die Gemeinde das Gebiet neben dem bestehenden Aldi und hinter der Tankstelle an der B 96 als Gewerbegebiet ausgewiesen. Damit ist hier nun Baurecht hergestellt. Ursprung des Ganzen war gewesen, dass Aldi schon vor Jahren Bedarf nach einem neuen Gebäude angemeldet hatte. Die freie Wiese gleich daneben war eine Option. Um den Discounter im Ort zu halten, entschloss sich die Gemeinde das Verfahren anzugehen und hier ein Gewerbegebiet auszuweisen.  

So weit die Theorie. Ob nun auch praktisch ein Markt auf der Fläche gebaut wird, dazu möchte Aldi derzeit noch keine konkreten Informationen geben. Dabei gab es sogar schon mal einen anvisierten Termin für den Baustart. Aktuell sind die  Auskünfte des Konzerns dazu aber mehr als vage. In Oppach prüfe man schon seit einigen Jahren verschiedene Szenarien, ob und wie Aldi sich am Standort verändern könne, so Pressesprecher Michael Strothoff. Allerdings hätten sich über die Zeit immer wieder verschiedene Rahmenbedingungen verändert wie beispielsweise die Grundstückspreise oder Investorenpläne, aber auch die eigenen Anforderungen an die Aldi-Märkte. Im Klartext heißt das wohl: es ist wieder völlig offen, ob es einen neuen Markt in Oppach geben wird.  Wie Michael Strothoff auf Nachfrage von SZ erklärt, wolle man die Situation in Oppach noch einmal neu bewerten. "Aktuell beschäftigen wir uns noch einmal mit verschiedenen Optionen. Dafür benötigen wir aber noch etwas Zeit", sagt der Aldi-Sprecher. 

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Oppach hofft, dass Aldi bleibt

Seit einigen Jahren modernisiert Aldi Nord sein komplettes Filialnetz, erklärt der Pressesprecher. Dazu gehöre es auch, dass jeder der 2.200 Standorte unter die Lupe genommen wird, inwieweit die jeweilige Filiale an die Veränderungen im Lebensmitteleinzelhandel angepasst werden müsste. Insbesondere geht es um das Platzangebot. Das Sortiment ist in den letzten Jahren erweitert worden, es gibt Backshops in den Märkten. Das alles braucht viel Platz, auch im Lager. Deshalb ist der Discounter auch an anderen Standorten bestrebt, sich zu vergrößern. So zum Beispiel in Neugersdorf. Dort will Aldi aus dem Spreequellcenter ausziehen und in einen Neubau-Komplex ziehen, der wenige hundert Meter weiter auf dem Gelände hinter "Stadt Zittau" entstehen soll. 

In Oppach hofft man weiterhin, dass Aldi bleibt - entweder im alten Gebäude oder mit einem Neubau. "Wir wollen den Markt im Ort halten", sagt Bürgermeisterin Sylvia Hölzel (parteilos). "Wir haben das Gewerbegebiet ausgewiesen, es liegt jetzt an Aldi", so die Bürgermeisterin. In jedem Fall sei der Einkaufsmarkt wichtig für den Ort, das Einzugsgebiet der Kunden groß. Sie kommen auch aus dem Nachbar-Landkreis Bautzen und aus Tschechien, berichtet Frau Hölzel. 

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