merken
PLUS

Diskussion um das Görlitzer Kaufhaus

Görlitzer Politiker sind sich uneins, wie sehr die Stöcker-Kontroverse dem Kaufhaus geschadet hat. Der Fraktionschef der Bürger für Görlitz, Rolf Weidle, zeigte sich beim Neujahrsempfang seiner Wählervereinigung zuversichtlich.

Görlitzer Politiker sind sich uneins, wie sehr die Stöcker-Kontroverse dem Kaufhaus geschadet hat. Der Fraktionschef der Bürger für Görlitz, Rolf Weidle, zeigte sich beim Neujahrsempfang seiner Wählervereinigung zuversichtlich. Nach der Entschuldigung von Winfried Stöcker für seine teilweise ausländerfeindlichen Äußerungen in einem SZ-Interview bleibe die Hoffnung, „dass Sanierung und Wiedereröffnung dieses Jugendstilkaufhauses eine Zukunft haben.“ Rolf Weidle räumte aber ein, dass das „markige Interview des berühmten Professors und äußerst erfolgreichen Unternehmers kurz vor Weihnachten dem Image unserer Stadt und auch für ihn selbst und seine Pläne für das Kaufhaus deutschlandweit geschadet“ habe.

Dieser Einschätzung widersprach Oberbürgermeister Siegfried Deinege teilweise. Durch die überzeugende Ablehnung von Stöckers Ansichten habe das Image der Stadt nicht gelitten, Görlitz sei vielmehr innerlich gefestigt aus der Kontroverse herausgekommen. Jeder, der sich so äußere, sagte Deinege, müsse aber wissen, dass er seiner Person und seinen Unternehmungen schade. Er sicherte zu, das vereinbarte Gespräch mit Stöcker über die Zukunft seiner Kaufhaus-Pläne zu führen.

Anzeige
Soziale Arbeit, Kindheitspädagogik, Pflege

Die Evangelische Hochschule Dresden stellt ihre Studiengänge bei der KarriereStart in der Messe Dresden vor.

Landrat Bernd Lange erklärte, zwar höre er viel Lob aus Dresden für die Art und Weise, wie der Landkreis Görlitz die zusätzlichen Asylbewerber im Herbst willkommen geheißen habe. Im Gegensatz zu Demonstrationen im Landkreis Bautzen oder in Dresden sei es an der Neiße ruhig. Diese Ruhe könne aber auch trügerisch sein, sagte Lange. Daher warb er um Verständnis, Flüchtlinge aufzunehmen und in für sie schwieriger Zeit zu begleiten. Zugleich aber müsse das Gespräch mit all den Bürgern gesucht werden, die Angst vor den Fremden haben. (SZ/sb)