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Diskussion um Denkmal

Diebe haben Anfang des Jahres ein historisches Relief gestohlen. Ersetzt ist das noch nicht. Es fehlt wohl mehr als Geld.

Von Alexander Kempf

Eigentlich sollten in Sproitz längst neue Gedenktafeln an den preußischen General Carl Freiherr von Wrangel und die Gefallenen des Dorfes erinnern. Diesmal aus Granit, damit sie nicht erneut von Metalldieben gestohlen werden. So hat es Quitzdorfs Bürgermeister Günter Holtschke zumindest Ende März angekündigt. Nun muss er während der jüngsten Gemeinderatssitzung aber einräumen, dass sich die Sanierung um unbestimmte Zeit verzögert. „Mein Versprechen konnte ich nicht einlösen“, so der Bürgermeister. Noch liegen der Gemeinde auch keine offiziellen Angebote vor. Günter Holtschke rechnet indes mit rund 2 000 Euro Kosten.

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Doch die sind offenbar nicht das einzige Problem. Noch gebe es Unklarheiten im Dorf, was denn nun auf den neuen Tafeln zu lesen sein soll. Darauf deuten zumindest die Worte des Bürgermeisters hin. „Ich wollte niemanden übergehen“, sagt Günter Holtschke. Er habe bereits mit Bürgern aus Sproitz gesprochen. Einig sind sich die Bürger aber, dass der Diebstahl von Denkmälern besonders dreist ist. In der jüngsten Gemeinderatssitzung nennt der Bürgermeister den Vorfall erneut eine „Schande“.

Besonders schwer wiegt der Verlust des Bronzereliefs, das eine Szene des Schleswig-Holsteinischen Krieges darstellt. Mit Trommelschlägen soll General Carl von Wrangel damals verhindert haben, dass die Deutschen vor den Dänen zurückweichen. Der Begebenheit verdankt er auch seinen Spitznamen „der Trommler von Kolding“. Das Relief ist ein Einzelstück von einem unbekannten Künstler und ohne gute Fotos kaum zu rekonstruieren.