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Fitness-Spielplatz in Ziegra

Der Ortschaftsrat hat viele Ideen, wie das Geld aus seinem Budget ausgegeben wird. Und das ist nicht wenig.

Der Park am Rittergut in Ziegra hat einen alten Baumbestand. Einige Bäume waren aber im Laufe der Jahre gefällt worden. Jetzt soll Ersatz her. Auch ein Fitnessgerät für Senioren soll im Park aufgestellt werden.
Der Park am Rittergut in Ziegra hat einen alten Baumbestand. Einige Bäume waren aber im Laufe der Jahre gefällt worden. Jetzt soll Ersatz her. Auch ein Fitnessgerät für Senioren soll im Park aufgestellt werden. © Lutz Weidler

Döbeln. Laut der Eingliederungsvereinbarung mit Döbeln stehen den Ortsteilen um Ziegra für acht Jahre ein Teil der Dividende aus den Envia-Aktien der ehemaligen Gemeinde Ziegra-Knobelsdorf zu. Jedes Jahr um die 24.000 Euro. Eine Summe, mit der sich einige Wünsche erfüllen lassen. Der Ortschaftsrat hat sich in der vergangenen Woche Gedanken gemacht, welche Vorhaben in den Döbelner Ortsteilen um Ziegra damit angepackt werden könnten. Es ist eine ganze Liste zusammengekommen. 

Über eine spezielle Decke, um die Akustik im Versammlungsraum in Gemeinschaftshaus in Töpeln zu verbessern, hatte sich der Ortschaftsrat vorher schon verständigt. Jetzt soll es an die Umsetzung gehen. „Das teuerste ist dabei das Einmessen der Phonetik“, sagte Ortsvorsteher Arndt Patzig.

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 „Wir sind am Überlegen, darauf zu verzichten und das selbst zu machen.“ Die Kosten schätzt er auf 3.000 Euro. Als Vorbild soll dabei der Saal im Dorfgemeinschaftshaus in Ebersbach dienen. Dort hatte der Ortschaftsrat eine solche Schallschutzdecke einbauen lassen.

Fünf Bäume für den Park

Gleich neben dem Gemeinschaftshaus soll ein multifunktionelles Fitnessgerät für Senioren aufgestellt werden. Anregungen hatte sich Ortschaftsrätin Peggy Ebert dafür auf dem Mehrgenerationenspielplatz in Döbeln Ost geholt, der vom Döbelner SC und der WG Fortschritt betrieben und der rege genutzt wird.

 Anders als in Döbeln, wo um den Mehrgenerationenspielplatz ein Zaun gezogen ist, soll das Gerät in Töpeln frei zugänglich sein. Ein zweites soll in Ziegra im Park am Rittergut aufgestellt werden. „Die Geräte können von aktiven Seniorengruppen genutzt werden“, sagte Patzig. Billig ist das nicht zu bekommen. 

Mit dem Aufbau rechnet der Ortsvorsteher mit rund 3.500 Euro pro Stück.Um die Attraktivität des Ziegraer Parks will sich der Ortschaftsrat auch noch in eine andere Richtung kümmern. In den vergangenen Jahren hatten einige Bäume gefällt werden müssen. Jetzt will der Ortschaftsrat fünf nachpflanzen lassen und dabei nicht kleckern, sondern klotzen. 

„Die Bäume sind drei bis fünf Meter hoch.“ Stückpreis: um die 1.000 Euro. Es müsse aber noch entschieden werden, was sich als Parkbaum am besten eignet, sprich, mit den der Trockenheit zurechtkommt, sagte Patzig.

Obstbäume hat der Ortschaftsrat dagegen für eine Wiese gleich in der Nähe des Parks vorgesehen. Auf der Streuobstwiese mit Baumruinen sollen, nach dem Beispiel von Roßwein, die Eltern Wildobstbäume für ihre neu geborenen Kinder pflanzen können, sagte Patzig.

Die sieben Buswartehäuschen in den Ortsteilen um Ziegra stehen auch mit auf der Liste. Die haben eine Instandsetzung nötig, so Patzig. Das Holz soll gestrichen, das Mauerwerk verfugt werden. „Der Bauhof wird das nicht leisten können“, sagte Patzig. Eine Firma soll die Arbeiten übernehmen. Die Kosten werden auf 500 bis 600 Euro geschätzt.

Für die Umsetzung bleibt nicht mehr viel Zeit. Ende dieses Jahres sind die acht Jahre der Vereinbarung mit der Stadt Döbeln um. „Wenn wir es nicht schaffen, müssen wir sehen, ob wir das Geld zurückgestellt bekommen“, sagte Patzig.

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