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Dörfer sollen zum Marktplatz werden

Für eine geplatzte Veranstaltung im Rittergut Jahnishausen hat sich die Organisatorin eine besondere Alternative ausgedacht.

Für den Riesaer Ortsteil Jahnishausen sowie Oelsitz und Nickritz gibt es eine ungewöhnliche Idee.
Für den Riesaer Ortsteil Jahnishausen sowie Oelsitz und Nickritz gibt es eine ungewöhnliche Idee. © Sebastian Schultz

Riesa. Im Rittergut Jahnishausen sollte Ende April ein "Verschenke-Markt" stattfinden. Den wird es nicht geben – jedenfalls nicht an dieser Stelle. Im Interview erklärt Organisatorin Doris Hanke, was sie sich stattdessen überlegt hat.

Vor einigen Wochen hieß es, dass Sie für Sonnabend, 25. April, zu einem  Verschenke-Markt nach Jahnishausen einladen. Bleibt es denn dabei?

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Die Dresdner City-Apotheken bieten mehr, als nur Medikamente zu verkaufen. Das hat auch mit besonderen Erfahrungen zu tun. Was, wenn Sonntagmorgen plötzlich der Kopf dröhnt oder die Jüngste Läuse mit nach Hause gebracht hat?

Leider nicht. Geplant war ja, dass auf dem Rittergut unter dem Dach des alten Kuhstalls allerlei wertvolle Dinge neue Besitzer finden. Dinge also, die mancher aussortiert hat, weil er sie nicht mehr braucht oder auch nie benutzt hat, die vielleicht aber das Herz eines anderen höher schlagen lassen. Ein solcher Verschenke-Markt bringt natürlich viel Kontakt mit sich – und so ist er ja auch gemeint ...

… und passt damit eben nicht zur aktuellen Lage.

Genau. Aber man hat ja gerade viel Zeit zum Nachdenken. Und so habe ich mir für diesen 25. April, den letzten Sonnabend des Monats, etwas anderes überlegt.

Nämlich?

Wie wäre es, würden wir eine Art Markttag ohne Geld vor der jeweiligen Haustür veranstalten? Gerade auf den Dörfern stehen ja von je her oft schon kleine Tischchen mit allerlei Gartenprodukten vor den Toren. Speziell am 25. April nun könnten Interessenten an der Verschenke-Aktion gut erhaltene ausrangierte Stücke aller Art ohne Geld anbieten, als Geschenk eben. Es soll ja mancher in den letzten Tagen gründlich Keller, Schuppen und Garage aufgeräumt haben. Vielleicht hat sich inzwischen mehr angefunden, als man ursprünglich zum Verschenke-Markt mitnehmen wollte!

Doris Hanke.
Doris Hanke. © privat

Wie genau stellen Sie sich diesen Verschenke-Markt vor der Haustür vor?

Ganz einfach: Wer etwas gut Erhaltenes verschenken möchte, platziert es gut sichtbar und beschriftet mit „zu verschenken“ vor seiner Haus- oder Hoftür. Bei einem – selbstverständlich wohnortnahen – Bummel allein oder in Familie kann man dann bei den „Verschenke-Auslagen“ der anderen vorbeischauen. Alle Anbieter sollten am Ende das Tages – gegen 18 Uhr – bitte nicht vergessen, übrig Gebliebenes wieder zu sich zu nehmen.

Wo überall soll das stattfinden? Denken Sie an den ganzen Landkreis?

Nein, das wäre für den Anfang viel zu groß. Mein Vorschlag ist: Wir probieren es erstmal im Ort Jahnishausen und in den zwei nächstgelegenen Dörfern Nickritz und Oelsitz.

Was wird aus der Vielzahl der Anmeldungen, die Sie für den ursprünglich geplanten Verschenke-Markt schon erhalten haben?

Über den bisherigen Zuspruch habe ich mich natürlich sehr gefreut! Aber wie jedermann derzeit, vermag auch ich schwer zu sagen, zu welchem Zeitpunkt die Accademia Dantesca erneut auf das Gut einladen wird. Klar ist, dass die Kontakte dank der Anmeldungen dafür schon mal geknüpft sind! Für eventuelle Rückfragen stehe ich auch weiter telefonisch zur Verfügung. Aber jetzt hoffe ich für den 25. April erstmal auf großen Zuspruch für viele kleine Verschenke-Stände vor den Haustüren von Nickritz, Oelsitz und Jahnishausen! Lasst uns einander in diesen Zeiten mit vielem Schönen beschenken! (SZ)

Kontakt zu Doris Hanke: 0173 249948

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