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Dohma bekommt erneut Polizisten als Bürgermeister

Der Wahlsieg von Matthias Heinemann war deutlich. Er führt das auf die Arbeit seiner Wählervereinigung zurück.

© Daniel Förster

Von Alexander Müller

Bei der Wahl des neuen Bürgermeisters am Sonntag erhielt Matthias Heinemann von der Wählervereinigung Dohmaer Wasser die meisten Stimmen aller Kandidaten – und das mit Abstand. Über drei Viertel aller gültigen Stimmen entfielen auf den Polizisten. Damit gibt es auch hier Kontinuität. Sein Vorgänger im Amt, Werner Meyer, war nicht nur ebenfalls Kandidat von Dohmaer Wasser, sondern in seinen aktiven Zeiten Polizist. Die für die CDU angetretene Doris Mühle erhielt knapp 20 Prozent der Stimmen, und der Kandidat der Linken, Dirk Härtig, konnte etwas über fünf Prozent für sich verbuchen.

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Damit liegen die beiden Konkurrenten zwar weit abgeschlagen hinter Matthias Heinemann, angesichts der momentanen Konstellation im Dohmaer Gemeinderat können die Ergebnisse aber durchaus als kleiner Teilerfolg gesehen werden. Aktuell gehören nämlich alle Gemeinderäte der Wählervereinigung Dohmaer Wasser an.

Ergebnis überrascht

Auch Matthias Heinemann ist seit 2007 Gemeinderat. Er führt seinen überragenden Wahlsieg auf die Arbeit der Wählervereinigung Dohmaer Wasser zurück. „So deutlich habe ich meinen Sieg aber nicht erwartet“, erklärt er. Zumindest eine Stichwahl war für möglich gehalten worden. Die wäre nötig gewesen, wenn keiner der Kandidaten im ersten Wahlgang bereits die Mehrheit aller abgegebenen gültigen Stimmen bekommen hätte. „Ich möchte mich deshalb auch bei allen bedanken, die mich und uns unterstützt haben“, erklärt der Polizist.

Der Beamte weiß, dass mit der künftigen Doppelbelastung von Beruf und ehrenamtlichem Bürgermeisteramt viel Arbeit auf ihn zukommt. Abstriche will der 45-jährige Familienvater aber bei keiner der beiden Tätigkeiten machen. „Unsere Ziele sind klar abgesteckt“, gibt er sich selbstbewusst. Eines davon bleibe die Selbstständigkeit der Gemeinde.

Ein bisschen Zeit bleibt ihm aber noch, bis er auch offiziell der Bürgermeister von Dohma ist. Erst nach einer vierwöchigen Einspruchsfrist kann er entsprechend vereidigt werden. Danach wird sich recht bald entscheiden, mit wie viel Unterstützung er im Gemeinderat rechnen kann. Am 25. Mai wird dieses Gremium neu gewählt. Zwei Gemeinderäte weniger wird die Wählervereinigung danach auf jeden Fall haben. Aufgrund der Einwohnerzahl besteht der Gemeinderat künftig nur noch aus zwölf Mitgliedern.

Potenzial gibt es bei dieser Wahl dann gegenüber der am Sonntag definitiv noch. Obwohl mit Matthias Heinemann, Doris Mühle und Dirk Härtig drei echte Alternativen angetreten waren, hatte sich nur gut jeder zweite wahlberechtigte Dohmaer aufgemacht, um sein Kreuz abzugeben.

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Dirk Härtig, der für die Linke angetreten war, sieht sein Ergebnis ebenfalls als Erfolg. „Das ist ein Achtungszeichen!“ Er will nun für den Gemeinderat kandidieren und hofft auf einen Einzug. Doris Mühle konnte die SZ gestern nicht erreichen. Sie war als stellvertretende Leiterin des Pirnaer Schiller-Gymnasiums bereits wieder zu vielen Terminen unterwegs.