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Dohna behält Telefonzelle

Die Telekom wollte das Häuschen am liebsten entfernen. Doch die Stadt hatte schon im vorigen Jahr etwas dagegen.

Zu Weihnachten war die Telefonzelle am Dohnaer Markt zerstört worden. Die Gelegenheit war günstig für die Telekom. Sie beantragte am 6. Januar bei der Stadt, den Rest abzubauen. „Wir haben unsere Zustimmung verweigert“, sagt Bürgermeister Ralf Müller (CDU). „Die wollen sie weg haben, wir nicht.“ Schon voriges Jahr hatte die Telekom versucht, die unwirtschaftliche Telefonzelle zu entfernen. Bei durchschnittlich drei Euro Umsatz im Monat verständlich. Doch die Stadt beharrte trotzdem darauf, dass die Telefonzelle auf dem Markt stehen bleibt. Genau wie in Röhrsdorf, wo die Telekom ähnliche Pläne hatte.

Stattdessen sollte auf dem Dohnaer Markt eine Multimediazelle installiert werden, sagt Müller. Das sei moderne Technik. Doch so etwas brauche man in Dohna nicht, sagt Müller. Einfach nur ein Telefon, auch wenn das heutzutage kaum noch möglich sei. „Wir werden weiter beobachten, was passiert“, sagte Müller im Technischen Ausschuss in der letzten Woche. Gegebenenfalls werde man immer wieder nachfragen, wann die Instandsetzung erfolgt. Das braucht er nun nicht mehr.

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Die Telekom gibt sich offensichtlich geschlagen. „Wir werden das zerstörte Telefonhäuschen durch eine Basistelefonsäule ersetzen“, sagt Sprecher Georg von Wagner gegenüber der SZ auf nochmalige Nachfrage. Beim ersten Mal ließ er noch offen, was mit dem Dohnaer Telefon wird. Nun soll der Umbau voraussichtlich diese oder nächste Woche erfolgen.

Die Basistelefonsäule ist das Preiswerteste, was die Telekom zu bieten hat. Sie steht ungeschützt und man kann nur mit der Geldkarte telefonieren. Der Preis für die Säule beträgt rund 500 Euro. Sie muss in Dohna bei den drei Euro Monatsumsatz also mindestens 167 Monate, fast 14 Jahre, stehen, bis sie sich rentiert. (SZ/sab)

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