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Was wird mit Dohnas Bibliothek?

Sie ist nur noch zwei Stunden die Woche geöffnet. Jetzt wird nach Ursachen und Alternativen gesucht. Doch nicht jede funktioniert.

Ist die Nähe der Dohnaer Bibliothek zur Schule eine Chance für die Bücherei?
Ist die Nähe der Dohnaer Bibliothek zur Schule eine Chance für die Bücherei? © Egbert Kamprath

Für die Freien Wähler im Stadtrat ist klar, warum immer weniger Leute die Dohnaer Bibliothek nutzen. Erstens der Trend der Internetangebote, zweitens der mangelnde Willen der Verwaltung, etwas zu bewegen. Die Bibliothek ganz zu schließen, komme für die Freien  Wähler aber nicht infrage. "Keinesfalls werden wir einen entsprechenden Antrag stellen", räumt Freie Wähler Fraktionschef Hans-Jörg Fischer Spekulationen darüber aus. Er schlägt unter anderem eine Kooperation mit der Schule vor. Auch Zusammenarbeiten mit dem Kulturverein und dem neuen Museum  sollten möglich sein. "Die Freien Wähler werden jede Maßnahme unterstützen, die dazu dient, dass Dohnas Bibliothek auch in den folgenden Jahren ein Treffpunkt lese- und bildungshungriger Bürger bleibt."

Zusammenarbeit ja, aber mit wem

Zumindest in einem sind sich Freie Wähler und CDU diesmal einig. Auch die CDU verfolgt keine Schließung der Bibliothek, so sehr sie auch ein Zuschussgeschäft ist und denkt an Kooperationen und  Alternativen. Eine war, die Bibliothek in die neue Grundschule zu integrieren. Doch eine neue Grundschule gibt es jetzt nicht, also hat sich auch diese Variante zerschlagen. Die CDU-Fraktion werde nun nach anderen Alternativen suchen, sagt CDU-Fraktionschef Markus Altmann. Er hofft zudem, dass die aus derzeitigen personellen Situation resultierenden, reduzierten Öffnungszeiten nur kurzfristig sind. 

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Nur noch zwei Stunden pro Woche ist die Dohnaer Bibliothek geöffnet und das in einer Zeit, in der die meisten Berufstätigen noch arbeiten.
Nur noch zwei Stunden pro Woche ist die Dohnaer Bibliothek geöffnet und das in einer Zeit, in der die meisten Berufstätigen noch arbeiten. © Egbert Kamprath

Egal, welche Lösung am Ende herauskommt, die Bibliothek bleibt eine freiwillige Aufgabe der Stadt. Das Geld dafür muss da sein und dafür ausgegeben werden wollen. "Ich bin sehr gespannt, wie die Mehrheitsfraktion das Thema angeht", sagt Altmann und gibt damit den Ball an die Freien Wähler zurück. 

Kulturverein hebt die Hände

Wenn demnächst in den Fraktionen und im Sozialausschuss über die Zukunft der Bibliothek diskutiert wird, mit dem Kulturverein brauchen sie nicht zu rechnen. "Wir sind an der Grenze, alles was wir machen, ist ehrenamtlich und in unserer Freizeit", sagt die Vorsitzende Ingrid Trute. Der Verein hat inzwischen sieben Sparten mit insgesamt rund hundert Mitgliedern. Für Ingrid Trute ist und bleibt die Bibliothek eine städtische Einrichtung, deren Betrieb die Stadt organisiert. 

Auch das Museum hat jetzt in der Phase des Neustarts keine Kapazitäten für die Bibliothek. Es will sein Angebot für Schüler und an Führungen ausbauen und ist damit personell ebenfalls voll ausgelastet. Die Suche nach einem Weg, die Dohnaer Bibliothek zu erhalten, geht also weiter. Ihre Zukunft ist nicht nur eine Frage von Öffnungszeiten. 

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