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Pirna

Dohna Chemie und kein Ende?

Seit über zehn Jahren passiert auf der Industriebrache viel, man sieht das aber nicht. Jetzt ist etwas zu sehen, aber noch nicht das, worauf viele warten.

Wozu dient der Zaun auf der Dohna-Chemie-Brache?
Wozu dient der Zaun auf der Dohna-Chemie-Brache? © Daniel Schäfer

Auf den ersten Blick tut sich auf dem Gelände der Industriebrache Dohna-Chemie GmbH  nach wie vor nicht viel.  Doch auf den zweiten sieht man jetzt einen Zaun an der Müglitz. Was hat es mit dem Stahlgitter auf sich? Die Antwort ist noch relativ einfach. Wie es mit dem Areal weitergeht, ist nicht so einfach zu beantworten - wie seit Jahren. Geschäftsführer Klaus Leroff ist wieder in der Rolle, erklären zu müssen, warum es auf der Brache scheinbar nicht vorangeht. 

Der Zaun dient einfach der Sicherheit. Gebaut hat ihn die Landestalsperrenverwaltung (LTV) auf ihrem Gelände, weil sie dafür verantwortlich ist, dass niemand zu Schaden kommt. Dazu gehört auch, dass die LTV für Arbeiten an der Müglitz an den Fluss rankommt, auch dann, wenn das Gelände mal verkauft und bebaut sein sollte. Im Bereich Köttewitz/Dohna/Heidenau ist dies nur in dem Abschnitt nach der Fußgängerbrücke in Dohna möglich. Die Zufahrt wird nun durch den Zaun gewährleistet. Der an der Müglitz entlang führende Wanderweg leibt bestehen. 

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Was es mit der Aufschüttung auf sich hat

Auf der ehemaligen Industriefläche ist in den vergangenen Jahren viel gemacht worden, wovon man das Meiste nicht sieht, weil es in der Erde passierte. Wegen der vorherigen Nutzung als Chemiebetrieb gab es unter anderem Bohrungen zum Absaugen von Erde und Grundwasser. Die Erde wurde entsorgt, das Wasser gereinigt.  Das Grundwasser wird, festgelegt durch den Landkreis , bis Ende 2023 zweimal jährlich  geprüft. Dazu dienen weiterhin mehrere Messbrunnen.

Oberirdisch ist eine Aufschüttung erfolgt. Das hat zwei Gründe. Erstens, um die Fläche für künftige Investoren vorzubereiten, damit ein höhenmäßig einheitlicher Baugrund vorhanden ist. Zweitens, damit beim Bau von Hallen und  Gebäuden kein Eingriff in den vorhandenen Boden erfolgen muss. Gleichzeit ist mit der Aufschüttung ein  zusätzlicher  Hochwasserschutz für das Gelände verbunden, sagt Leroff.  Mehr ist aber nach wie vor nicht zu sehen. 

Ein Interessent aus der Nachbarschaft

Immer wieder wird Leroff deshalb gefragt, wo denn seine Interessenten für das Areal bleiben. Und immer wieder spricht er zwar von mehreren Anfragen, nennt aber keine konkreten Namen. Bevor nichts unterschrieben ist, will sich Leroff nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Aktuell spricht er von einem Interessenten aus dem Dohnaer Gewerbegebiet, dessen Mietvertrag dort Ende 2021 zu Ende geht und der sich ernsthaft für ein circa 18.000 Quadratmeter großes Stück der Dohna-Chemie interessiere. Wenn der Vorvertrag unterschrieben ist, werde man auch gemeinsam an die Öffentlichkeit gehen.

Doch vorher ist noch eine Hürde zu nehmen. Die heißt diesmal: Änderung des Bebauungsplanes. Das hat der Dohnaer Stadtrat gefordert. Bis Ende April soll entschieden sein, ob diese Änderung durch die Dohna Chemie so erfolgt, sagt Leroff. 

In dem geänderten Plan sollen unter anderem die Straßenführung und die Zufahrt aus Richtung Müglitztal sowie die maximale Höhe der Bebauung festgeschrieben werden. Damit wiederum ist eine Forderung des Denkmalschutzes erfüllt, schließlich thront über dem Gelände die Burg Dohna.

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