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Dohna entlastet Kleingärtner

Es ist eine gute Nachricht. Die Gärtner sollen Geld sparen, allerdings tun sie das nur auf den ersten Blick.

Gießen gehört zum Gärtnern. Jetzt wird es auch in Dohnaer günstiger.
Gießen gehört zum Gärtnern. Jetzt wird es auch in Dohnaer günstiger. © Sebastian Schultz

Die Freien Wähler machen den Dohnaer Kleingärtnern ein Geschenk. Sie haben auf mehrfaches Drängen im Stadtrat einen Passus in der Abwassersatzung durchgesetzt, der für die Gärtner eine Entlastung bedeutet.

Wenn sie nachweisen, dass sie Wasser als Gießwasser benutzen, müssen sie dafür keine Abwassergebühr bezahlen. Voraussetzung: Der Einbau einer Wasseruhr und alles was unter 30 Kubikmeter Abwasser im Jahr ist, wird nicht anerkannt. Das dürfte die Kleingärtner freuen. Auf den ersten Blick. Auf den zweiten Blick ist das Geschenk kleiner als gedacht.

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Kleiner, weil der Einbau der Wasseruhr und die entsprechenden Leitungen auch erst einmal Geld kosten. Peter Hauer (Freie Wähler) hat ausgerechnet, dass ein Kleingärtner erst ab dem siebenten Jahr und wenn er mehr als sieben Kubikmeter Wasser vergießt, lohnt. Seit diesem Jahr bezahlen die Dohnaer für den Kubikmeter Abwasser 2,71 Euro. Das sind 69 Cent mehr als bisher. Der aktuelle Betrag gilt bis Ende 2022.

Die Abwassergebühr, die die Kleingärtner weniger bezahlen, fehlt natürlich bei den Einnahmen. Da es aber bestimmte Kosten bei er Kalkulation der Gebühren gibt, die damit nicht automatisch auch sinken, steigen dann höchstwahrscheinlich in drei Jahren wieder die Gebühren. "Das muss uns bewusst sein", sagte Dietmar Neumann (CDU) im Technischen Ausschuss. Bürgermeister Ralf Müller (CDU) stimmte dem zu. 

Hauer verwies darauf, dass die volle Einbeziehung des Gießwassers in die Abwassergebühr in den vergangenen Jahr falsch gewesen sei. Es ist schließlich Wasser, das nicht in den Abfluss sprich die Rohre und Reinigung geht. In anderen Kommunen werde das schon immer so gehandhabt.

Andere Kommunen, gleiches Prinzip

In Heidenau können Eigentümer von an die Entsorgung angeschlossenen Grundstücken, die nachweislich nicht ins öffentliche Abwassernetz eingeleitete Menge absetzen. Dafür müssen sie einen schriftlichen Antrag stellen. Der Nachweis über die nicht eingeleitete Wassermenge muss mittels eines gesonderten Wasserzählers erfolgen.

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