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Dohna spart sich eine Million Euro

Weil Steuereinnahmen fehlen, muss die Stadt sparen. Nun wird gestrichen, gekürzt und zwei Mitarbeiter helfen ganz besonders.

Dohna fehlt Geld, deshalb wird jetzt gespart.
Dohna fehlt Geld, deshalb wird jetzt gespart. © Archiv/Norbert Millauer

Das fängt ja gleich gut an. Der neue Dohnaer Stadtrat muss sich mit dem Haushalt für dieses Jahr beschäftigen, der noch immer nicht beschlossen ist. Eigentlich sollte das immer bis Ende des Vorjahres der Fall sein. 

Diesmal aber ist Dohna kurz vor der Beschlussfassung eine Million Euro Gewerbesteuer weggebrochen. Insgesamt werden nun 1,1 Millionen Euro gesucht. Eine recht opulente Summe, sagte der erstaunte neue Stadtrat Thomas Klingner (Grüne). Verwaltung und Bürgermeister Ralf Müller (CDU) haben sie fast gefunden. Im September soll der Etat beschlossen werden. Er könnte dann im November und damit immerhin noch dieses Jahr gültig sein.

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Erste Einsparung: Verschieben

Im Wesentlichen streicht die Stadt Reparaturen und Kleinprojekte an kommunalen Einrichtungen, Wohnungen und Straßen. Weil die ja trotzdem irgendwann gemacht werden müssen, werden sie verschoben, was den nächsten Haushalt belastet.

Zweite Einsparung: Weniger und später

Außerdem wird bei der Neubesetzung von Stellen in Kitas gespart, indem sie zum Beispiel später oder mit weniger Stunden erfolgt, was weder Einrichtungen, noch Eltern und Beschäftigte freut. Derzeit sind acht Erzieherinnen ganz oder teilweise in Beschäftigungsverbot, Mutterschutz oder Elternzeit. Die Wiederbesetzung, vor allem kurzfristig ist praktisch unmöglich, sagt Müller nach vier ergebnislosen Ausschreibungen. Die Folge sind in einigen Einrichtungen gekürzte Öffnungszeiten.

Dritte Einsparung: Der Zufall hilft

In der Regel ist kein Chef froh, wenn Mitarbeiter unerwartet gehen. Auch Bürgermeister Müller freut sich nicht, doch die zwei ungeplanten Kündigungen verschaffen ihm etwas finanziellen Spielraum und sind eine weitere Einsparquelle.

Vierte Einsparung: Weniger Vorsicht

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Die vierte Einsparung ist eigentlich die Reduzierung einer Vorsichtsmaßnahme. Die Stadt rechnet ein paar Sicherheitsfaktoren raus, die sie vorher eingeplant hatte. Damit sollte ein Nachtragshaushalt vermieden werden. Der wird notwendig, wenn ein beschlossener Haushalt aus den Fugen gerät. Das sei für die Verwaltung noch mehr Arbeit, sagte Bürgermeister Müller. Damit Dohna nicht wieder in die Haushalts-Bredouille kommt, rät CDU-Fraktionsvorsitzender Markus Altmann, bei der Planung der Gewerbesteuereinnahmen nicht mehr so hoch anzusetzen.

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