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Dompfarrer i.R. spricht zu Alltag in DDR-Kirche

Edmund Käbisch lädt Superintendent Wolfgang Müller zur Finissage der Ausstellung im Jugendhaus Oberlichtenau ein. Sie findet am 27. März statt.

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Am 27. März 2009 wird die Wanderausstellung „Die Bibel in beiden Diktaturen des 20. Jahrhunderts“ mit einer Finissage zu Ende gehen. Nach 19.30 Uhr wird Dompfarrer i.R. Dr. Edmund Käbisch einen Vortrag mit dem Thema „Mein Pfarreralltag in der DDR“ halten. Im Jahr 1963 war er als Jugendlicher aus der Ephorie Kamenz zum Theologiestudium aufgebrochen, jetzt ist er als Ruheständler an die Stätte seiner Kindheit und Jugend zurückgekehrt. „Als Zeitzeuge werde ich versuchen, von meiner Arbeit innerhalb der Kirche zu berichten. Anschließend ist eine Gesprächsrunde geplant, die sich auch auf die Ausstellung beziehen soll.“

Dr. Käbisch hat in einem offenen Brief (siehe Seite 14) auch Superintendent Wolfgang Müller zur Finissage ausdrücklich eingeladen. „Dieser Abend wäre eine gute Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen und dieses Kapitel der Vergangenheit aufzuarbeiten.“ Der Dompfarrer i.R. sieht beim Thema Stasi deutlichen Nachholebedarf in der evangelischen Kirche und nimmt in seinem Schreiben Stellung zum Konflikt zwischen Superintendent Wolfgang Müller und Maik Förster vom Christlichen Verein Oberlichtenau. (SZ)