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Explosionen erschrecken Anwohner

Lautes Donnern und Vibrationen verunsicherten am Mittwochvormittag Menschen von Riesa bis Gröditz.

Auf dem Sprengplatz in Jacobsthal - hier aus der Vogelperspektive auf einem Luftfoto - wird gearbeitet. Das ist weithin zu hören.
Auf dem Sprengplatz in Jacobsthal - hier aus der Vogelperspektive auf einem Luftfoto - wird gearbeitet. Das ist weithin zu hören. © Archivfoto: Lutz Weidler

Riesa/Zeithain. Das Donnern war am Mittwochvormittag in ganz Riesa zu hören. In unregelmäßigen Abständen krachte es immer wieder. Selbst in Gröditz und Nünchritz waren die lauten Geräusche den Berichten von Ohrenzeugen nach zu vernehmen. Die Menschen reagierten sichtlich verunsichert, schon nach kurzer Zeit machten in einer öffentlichen Facebook-Gruppe Theorien zum Ursprung der Geräusche die Runde. Die Menschen berichteten dort von klirrenden Scheiben und lautem Scheppern. Einige vermuteten hinter dem Donnern Sprengungen des Kampfmittelbeseitigungsdienstes im Zeithainer Ortsteil Jacobsthal.

Übungen auf dem Sprengplatz

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Tatsächlich wurden dort am Mittwochvormittag Sprengungen durchgeführt, wie Jürgen Scherf vom Kampfmittelbeseitigungsdienst auf Anfrage der SZ bestätigte. „Es handelt sich hierbei um Übungen im Rahmen der Ausbildung“, sagt Scherf. „Die sind in regelmäßigen Abständen nötig, um die Auszubildenden mit verschiedenen Sprengzündern vertraut zu machen und sie so für etwaige Einsätze zu schulen.“ Die Übungssprengungen seien aber ordnungsgemäß angemeldet gewesen, so Scherf.

Dass die Explosionen in der ganzen Region für Aufsehen sorgten, sei laut Kampfmittelbeseitigungsdienst eher ungewöhnlich. „In diesem Fall ist es höchstwahrscheinlich auf die Wetterlage zurückzuführen“, so Scherf. „Durch die geschlossene und zudem sehr tief hängende Wolkendecke werden die Geräusche reflektiert.“ So könne es passieren, dass die Explosionen auch in einiger Entfernung zu hören sind. Das sei unschön, eine Gefahr gehe davon aber nicht aus, so der Experte.