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Dresden

Drachenbootfestival erfindet sich neu

Zum ersten Mal in seiner 28-jährigen Geschichte koppelt es sich vom Elbhangfest ab und startet eine Woche eher. Das ist nicht die einzige Veränderung.

Ein riesiger Fackelfisch, der im Umschulungs- und Fortbildungswerk SUFW entstand, wird an diesem Freitagabend zur Eröffnung des Drachenbootfestivals verbrannt.
Ein riesiger Fackelfisch, der im Umschulungs- und Fortbildungswerk SUFW entstand, wird an diesem Freitagabend zur Eröffnung des Drachenbootfestivals verbrannt. © Platzhalter

Drachenboote gehören für viele Elbhangfest-Besucher dazu, doch ab diesem Jahr erklingt der Rhythmus der Trommler nicht mehr zeitgleich. Das Festival findet erstmals eine Woche eher statt. „An den Wassersportverein Am Blauen Wunder ist von mehreren Seiten herangetragen worden, ob man das Drachenbootfestival nicht etwas auffrischen und beleben könnte. 27 Jahre lang fand es in immer gleicher Weise statt“, sagt Eva Wagner von der Firma Sportwerk GmbH. 

Hintergrund sei vor allem gewesen, dass viele Angehörige und Freunde der Drachenbootteams nicht zum Anfeuern gekommen sind, weil ihnen der Eintritt zum Elbhangfest einfach zu teuer war. „Dabei ist gerade der Zuspruch für so eine Veranstaltung besonders wichtig“, sagt Wagner. Der Wassersportverein ist deshalb auf ihre Firma zugekommen. Gemeinsam mit der Waterloo Produktion GmbH, bekannt durch den Hutball, wurde ein neues Konzept entworfen, Veranstalter sind nun die drei Partner.

Wichtigster Punkt: Bis auf die Startgebühr für die insgesamt 62 Drachenbootteams ist alles kostenlos. Und gepaddelt wird nur noch am Sonnabend. Von 9.30 Uhr bis 20 Uhr liefern sich die Mannschaften spannende Rennen. Eingeläutet wird das Festival am Freitagabend mit einem großen Feuer ab 19 Uhr an der Elbe nahe dem Blauen Wunder, bei dem ein fünf Meter langer Holzfisch verbrannt wird. Damit nehmen die Organisatoren Bezug auf die Geschichte der Drachenbootrennen, in der ein chinesischer Staatsmann und Dichter eine Hauptrolle spielt. Laut Überlieferungen wurde er wegen seiner Reformpolitik vom Königshof verbannt und stürzte sich aus Verzweiflung über die Missstände im Land in einen Fluß. Seine Anhänger machten sich mit Booten auf die Suche nach der Leiche, trommelten und schlugen mit ihren Paddeln auf das Wasser, um den Körper vor gefräßigen Fischen zu schützen. 

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„Zum Feuer sind alle eingeladen, nicht nur die Teams“, sagt Wagner. Am Sonntag können Interessierte diverse Sportarten auf dem Festgelände ausprobieren. Start ist um 9 Uhr mit einer Yogastunde. Partner Decathlon stellt nicht nur die Matten, sondern auch viele Geräte kostenlos zur Verfügung. Platz nehmen kann man auch in einem Drachenboot. Die Startgebühr für die Teams sei gleich geblieben, auch wenn der Elbhangfest-Eintritt nicht mehr inklusive ist, sagt Wagner.

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