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Dreck-weg-App ist ein Erfolgsmodell

Nach einjähriger Testphase geht das Projekt in die Verlängerung. Einige Schmutzverursacher fielen auch durch Dummheit auf.

Die Dresdner können auch weiterhin Dreckecken in der Stadt per Mobiltelefon oder an einer speziellen Hotline melden. Die Dreck-weg-App fürs Handy und das Dreck-weg-Telefon haben sich während ihrer einjährigen Testphase bewährt. Das erklärte jetzt Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel (CDU). „Wir wollen das Projekt deshalb dauerhaft in Dresden anbieten“, sagte er. Die dafür eingerichteten Stellen in den einzelnen Ortsämtern bleiben aus diesem Grund bestehen.

Seit dem Start im März 2013 meldeten die Dresdner insgesamt 1481 Fälle von Verschmutzungen im Stadtbild. Für die Übermittlung nutzten 1 302 die Handy-App, 179 Bürger griffen lieber zum Telefon. Gemeldet wurden vor allem liederliche Grundstücke, Dreck auf Straßen, in Bäumen oder in Grünstreifen, überfüllte Abfalleimer oder verschmutzte Wertstoffcontainerplätze. Besonders aktiv waren die Bewohner der Neustadt, die insgesamt 302 Fälle meldeten, dicht gefolgt von den Altstädtern, die 250-mal Verschmutzungen meldeten. Am wenigsten Probleme hatten die Loschwitzer, die lediglich 48 Fälle an die Stadt durchgaben.

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„Das Angebot der Dreck-weg-App wird immer mehr genutzt“, erklärte André Barth, Ortsamtsleiter für die Altstadt und die Neustadt. Nur in seltensten Fällen wurde das Angebot der Stadt bisher missbraucht. „Wir hatten jemanden, der seinen überfüllten Schreibtisch gemeldet hat und hoffte, wir kommen aufräumen.“ Aber auch von anderen kuriosen Fällen berichtete er. So stand im Pieschener Wald im November ein Klobecken oder stülpten Unbekannte einen Einkaufswagen über ein Denkmal. Gar nicht schlau war der Besitzer eines Autohauses, der 50 Reifen in Pieschen einfach in der Natur entsorgte. „Weil aber Aufkleber des Autohauses auf den Reifen waren, hatten wir es leicht, den Übeltäter zu finden“, so Barth. (jam)