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Drehort-Suche: "Wolfsland" ist bald zurück

Corona hat die Filmbranche lahmgelegt. Nun wurden in Görlitz für Dreharbeiten ganz bestimmte Orte gesucht.

Yvonne Catterfeld Ende vorigen Jahres bei der Filmpremiere zum Wolfsland-Film "Das heilige Grab", der fünfte Teil der Krimiserie.
Yvonne Catterfeld Ende vorigen Jahres bei der Filmpremiere zum Wolfsland-Film "Das heilige Grab", der fünfte Teil der Krimiserie. © Nikolai Schmidt

Zunächst ging es um eine Datsche: Gesucht wurde ein Bungalow, der mindestens 20 Quadratmeter zu bieten hat und an einem See oder Teich gelegen ist. Benötigt werde er für „Dreharbeiten zu einer bekannten Krimireihe“, heißt es im Gesuch. Vor zwei Tagen machte in den sozialen Netzwerken eine weitere Suchanfrage für eine Altbauwohnung die Runde. Und auch der Name der bekannten Krimireihe wird genannt: „Wolfsland“.

„Die Resonanz war super“, sagt José António Pires Fernandes, der die Gesuche veröffentlicht und laut der Internetseite „Crew United“ schon mehrfach als Location-Manager für „Wolfsland“ gearbeitet hat. Mit den vielen Rückmeldungen sei die Suche nun beendet.

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Rückkehr der Kommissare Ende August?

Tatsächlich soll in Görlitz bald wieder Drehstart sein. Voraussichtlich geht es am 27. August mit Dreharbeiten für den neunten Teil von „Wolfsland“ los, erzählt Gitta Deutz von der gleichnamigen Agentur, die die Pressearbeit für „Wolfsland“ übernimmt. Der Arbeitstitel des neuen Falles für die Kommissare Viola Delbrück und Butsch Schulz, gespielt von Yvonne Catterfeld und Götz Schubert, lautet „Böses Blut“. Fest steht, dass neben Catterfeld und Schubert auch beispielsweise wieder Jan Dose als Spurensicherer Jakob Böhme und Stephan Grossmann als Dienststellenleiter Dr. Tobias Grimm vor der Kamera stehen.

Walk of Görliwood: Im Europahaus auf dem Untermarkt geht es um "Wolfsland".
Walk of Görliwood: Im Europahaus auf dem Untermarkt geht es um "Wolfsland". © Nikolai Schmidt

Für das Drehbuch zeichnen wieder die Autoren Sönke Lars Neuwöhner und Sven S. Poser verantwortlich. Regie übernimmt Alexander Dierbach. Er ist beispielsweise auch Regisseur für die ZDF-Filmreihe „Tannbach – Schicksal eines Dorfes“, die die deutsch-deutsche Geschichte eines Dorfes an der bayerisch-thüringischen Grenze nach dem Zweiten Weltkrieg beschreibt.

Von Coronakrise überrannt

Ganz kurz bevor die Coronakrise die Oberlausitz erreichte, hatte die Stadt ihren „Walk of Görliwood“ eingeweiht, Ende Februar. An verschiedenen Plätzen, beispielsweise in Schaufenstern des Braunen Hirschs am Untermarkt, bekommen Einheimische wie Touristen durch Fotos, Filminfos und sogar Requisiten einen Einblick in die Görlitzer Drehortgeschichte. Zu den ersten Stationen gehörte auch das „Wolfsland“-Schaufenster im Europahaus, ebenfalls auf dem Untermarkt. Dort ist ein Arbeitsplatz der Kommissare Viola Delbrück und Butsch Schulz aufgebaut. 

Aber ob die Filmkommissare tatsächlich zum Arbeiten nach Görlitz kommen würden wie geplant? Im April hatte der MDR bestätigt, dass die Teile 9 und 10 in Vorbereitung sind. Die Hoffnung damals war, im Sommer und im Winter drehen zu können. Aber ob – und wie – ließ sich noch nicht sagen. Generell ist die Film-Branche mit der Coronakrise extrem eingeschränkt. Beispielsweise ist die Drehort-Suche schwierig bis unmöglich geworden.

Komparsen für historischen Film gesucht

„Uns alle haben die aktuellen Ereignisse seit März buchstäblich überrannt und lahmgelegt“, schreibt beispielsweise auch die Agentur Filmgesichter, die auch für Görlitzer Filme schon regelmäßig Komparsen gesucht hat, auf ihrer Internetseite. Verständlicherweise seien im März Filme von heute auf morgen abgesagt worden. Langsam starte die Filmbrache nun wieder. „Das freut uns sehr, aber vieles wird anders und neu sein.“ So finden im Berliner Castingstudio beispielsweise Fototermine nicht offen, sondern nur mit Anmeldung statt. Görlitzer Komparsen, die bei Filmgesichter angemeldet sind, haben kürzlich eine E-Mail von der Agentur bekommen. Mit der Bitte, ihre Agenturdaten wie Kleidergröße, Haarlänge und -farbe, bei Kindern die Körpergröße zu aktualisieren. Ganz ohne Grund scheint das nicht zu sein: „Wir besetzen ab Ende August wieder einen historischen Kinofilm in Görlitz“, heißt es in der E-Mail.

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