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Drei Angebote fürs Sachsenbad

Die Suche nach einem privaten Investor für das Dresdner Baudenkmal ist nun beendet. So geht es weiter. 

Das ehemalige Sachsenbad ist in einem katastrophalen Zustand.
Das ehemalige Sachsenbad ist in einem katastrophalen Zustand. © Sven Ellger

Einen Investor für das Sachsenbad in Pieschen hat die Stadt Dresden auf der Immobilienmesse Expo Real in München bereits im vergangenen Herbst gesucht. Nun liegen drei Angebote auf dem Tisch. Das teilt Rathaussprecherin Anke Hoffmann auf Nachfrage mit. Die Ausschreibung für das denkmalgeschützte Gebäude Ecke Wurzener/Rehefelder Straße wurde Ende der vergangenen Woche beendet. Jetzt werden die Gebote ausgewertet.

Die bereits im Jahr 1994 wegen bautechnischer Mängel stillgelegte Badeanstalt soll in naher Zukunft möglichst zum Gesundheits- und Therapie-/Rehabad umgebaut werden. Dieser Wunsch wird als ein zentrales Kriterium im Verkaufsexposé des Amtes für Hochbau und Immobilienverwaltung angeführt. Auch eine öffentliche Nutzung soll durch die Projektpläne des potenziellen Investors „in angemessenem Umfang“ gewährleistet werden. Darüber hinaus sind jedoch auch „andere Nutzungen grundsätzlich vorstellbar, wenn eine denkmalgerechte Sanierung erfolgt“, heißt es in dem Angebotsschreiben. Zumindest teilweise solle Wasser eine Rolle spielen. Konkrete Gespräche mit den Interessenten hat es bislang noch nicht gegeben. Sie sollen stattfinden, sofern es erforderlich ist, erklärt Hoffmann.

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Laut Ausschreibung soll das Sachsenbad für 900 000 Euro verkauft werden. Sollte das Objekt per Erbbaupacht erworben werden, muss der Investor mindestens 63 000 Euro pro Jahr zahlen. Eine weitere Verpflichtung: Innerhalb von drei Jahren sollen das unter anderem das Hauptgebäude, der nördliche Hochbehälter und der östliche Zwischenbau saniert werden. Passiert das nicht, behält sich die Stadt vor, das Objekt zurückzukaufen. Ein Abriss des Haupttrakts ist laut Stadtverwaltung ausgeschlossen, da es sich bei dem 1928 errichteten Bau um ein Kulturdenkmal handelt.

In den nächsten Wochen werden alle Angebote geprüft. Sollten dann ein beziehungsweise mehrere Gebote vorliegen, die die in der Ausschreibung vorgegebenen Kriterien erfüllen, wird laut Hoffmann ein Vergabevorschlag für den Stadtrat erarbeitet. Zu den potenziellen Investoren konnte die Stadtsprecherin bisher keine weiteren Angaben machen – nicht bekannt ist, ob auch ein Investor aus Dresden Interesse an dem Objekt angemeldet hat.

Mit der Suche nach einem privaten Investor ist im vergangenen Jahr eine Wiederbelebung des Sachsenbads in greifbare Nähe gerückt. Die Stadt hat eine Sanierung bislang abgelehnt. Als Grund wurden die Kosten angegeben, die nach Schätzungen bei rund 20 Millionen Euro liegen sollen.