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Riesa

Drei Feuer innerhalb einer Viertelstunde

In Riesa geraten an drei verschiedenen Stellen große Altpapiercontainer in Brand. Auch ein Bauwagen wird dabei zerstört.

Viel blieb nicht übrig von den beiden großen Altpapier-Tonnen, die am Riesaer Karl-Marx-Ring gestanden hatten. Auch der Bauwagen im Hintergrund ist ein Totalschaden.
Viel blieb nicht übrig von den beiden großen Altpapier-Tonnen, die am Riesaer Karl-Marx-Ring gestanden hatten. Auch der Bauwagen im Hintergrund ist ein Totalschaden. © C. Scharf

Riesa. In der Stadt geht offenkundig wieder ein Zündler um: In der Nacht zu Dienstag werden zwischen 0.27 und 0.38 Uhr an drei Stellen Brände gemeldet. Überall sind große rollbare Altpapiercontainer aus Kunststoff betroffen, die gerade zur Abholung bereitstehen. 

Die Tatorte sind keine 900 Meter Fußweg voneinander entfernt. Die erste Meldung ging von der Robert-Koch-Straße ein, wo es vor einer Orthopädiepraxis brannte. Außerdem war ein Container auf dem Parkplatz vor der Klötzerstraße 14 betroffen – unweit der Kreuzung Engelsstraße –, schließlich noch zwei weitere Container, die direkt nebeneinander vor dem Plattenbau Karl-Marx-Ring 1 standen.

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Dort griff das Feuer auch noch auf einen wellblechverkleideten Bauwagen über, der direkt neben den Containern stand. Er brannte komplett aus. Von den Kunststoffcontainern blieben nur schwarz verschmolzene Reste übrig, allenfalls die Räder waren noch zu erkennen. Die Polizei vermeldete zudem eine beschädigte Außenjalousie. Eine Höhe des Schadens ist noch unbekannt.

Zehn Minuten Fußweg

Nun ermitteln die Beamten in den Fällen wegen Brandstiftung und Sachbeschädigung. „Aufgrund der räumlichen und zeitlichen Nähe kann ein Zusammenhang nicht ausgeschlossen werden“, teilt ein Sprecher mit. Die drei Tatorte liegen an einer Route, für die man zu Fuß nur zehn Minuten braucht. Die Polizisten waren allerdings deutlich länger mit den Ermittlungen beschäftigt: Sie schlossen den Einsatz erst früh um halb vier ab.

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Auch Riesaer Feuerwehrleute mussten sich wegen der Brandstiftungen die Nacht um die Ohren schlagen. Weil die Zahl der verfügbaren hauptberuflichen Kräfte nicht ausreichte, wurden auch noch zwei ehrenamtliche Wehren alarmiert. Am Ende löschten neun Kameraden von der Hauptstelle sowie den Wehren Riesa-Stadt und -Weida die Brände. Weil beim Abbrennen von Kunststofftonnen giftige Gase entstehen, gingen sie mit Atemschutztechnik vor. Die letzte ähnliche Brandserie in Riesa liegt laut Feuerwehr schon etliche Monate zurück.

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