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Drei Länder feiern am Punkt

Rietschen. Im November gründen Polen, Deutsche und Tschechen einen Konvent. Das beschloss gestern das Präsidium der Euroregion Neiße-Nisa-Nysa in Rietschen. Zum ersten Mal treffen sich dann in Zgorzelec...

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Rietschen. Im November gründen Polen, Deutsche und Tschechen einen Konvent. Das beschloss gestern das Präsidium der Euroregion Neiße-Nisa-Nysa in Rietschen. Zum ersten Mal treffen sich dann in Zgorzelec auch die tschechischen Bürgermeister aus der Euroregion Neiße mit den deutschen Landräten und Oberbürgermeistern sowie den Landräten aus den polnischen Partnerlandkreisen. Bisher hatten nur Deutsche und Polen in so einem Gremium zusammengesessen.

Die Dreisamkeit ist Programm für die Mitglieder der 1991 gegründeten Euroregion Neiße-Nisa-Nysa. Bei einem Dreiländerfest soll am 1. Mai 2004 auch zusammen der Beitritt von Polen und Tschechien in die Europäische Union gefeiert werden. Was genau in dem Städtedreieck Zittau-Hradek nad Nisou-Bogatynia passieren wird, steht noch nicht fest. In Rietschen wurde gestern verabredet, dass auch die Kommunen im polnischen und tschechischen Teil der Euroregion bei ihren Regierungen anfragen, ob sie nicht so wie der Freistaat Sachsen ihre zentrale Feier ins Dreiländereck legen wollen. „Wir wollen mit dem Dreiländerfest auch auf die Region aufmerksam machen“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Kommunalgemeinschaft Euroregion Neiße, der Zittau-Löbauer Landrat Günter Vallentin.

Schon im November gibt es dafür einen weiteren Anlass. Dann wird zum ersten Mal der Innovationspreis der Euroregion Neiße in zwei Kategorien an Unternehmen vergeben. Noch bis 30. September können sich Firmen um diesen Preis bewerben. Ein von einer polnischen Firma entwickeltes Logo wird nicht nur die Urkunden zieren, es kann von den Firmen auch für den Briefverkehr und die Werbung genutzt werden.

Informationen darüber sind auch im Internet nachzulesen. Der Auftritt der Euroregion ist seit kurzem überarbeitet und bietet Informationen jetzt übersichtlicher und moderner gestaltet. Wer lieber Papier in die Hand nimmt, kann demnächst auch wieder in einem Heft der Euroregion blättern.

Dort wird auch informiert werden über ein erstes Folklorefestival. Der Präsident der polnischen Euroregion Nysa, Michael Turkiewicz, regte an, im Mai oder Juni 2004 ein solches Fest in Luban (Lauban) auszurichten. Dazu soll auch Kontakt zu den Sorben gesucht werden, die seit Jahren internationale Folklorefeste veranstalten. (SZ/cam)

www.neisse-nisa-nysa.com