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Drei Schulen in einem Haus

Für 6,6 Millionen Euro baut die Stadt den Komplex an der Weststraße um. Die Arbeiten liegen gut im Plan. Baulich und finanztechnisch.

© Arvid Müller

Von Sven Görner

Wer sich dem großen Schulareal von hinten, also vom Heinrich-Heine-Weg her nähert, wird überrascht sein. Kaum zu glauben, dass das umfassende Bauprojekt erst Ende Juli/Anfang August fertig sein soll. Hell leuchten die Rahmen der neuen Fenster und die frisch gedämmte und verputze Fassade des langgezogenen Schulgebäudes in der Sonne.

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Sommer, Sonne, Sonnenschutz
Sommer, Sonne, Sonnenschutz

Ein sonniger Tag tut Körper und Geist gut. Doch ob auf dem Balkon, im Garten oder am Wasser: Hautschutz ist dabei unerlässlich.

Unter den vielen hohen Bäumen legen Arbeiter gerade neue Wege an. Mit vielen Kurven, immer schön um die prächtigen Bäume herum. Lange scheinen sie dafür nicht mehr zu brauchen. Denn die Arbeiten kommen dank des nicht stattgefundenen Winters auch im Außenbereich gut voran.

Große Haufen Steine und Erde

Dabei waren die Pausenhöfe samt Schulgarten und Grünem Klassenzimmer der etwas kritische Teil des anspruchsvollen und kostspieligen Bauprojekts. „Wäre der Winter länger als geplant gewesen, hätten die Bauleute sicher bis zum Beginn des neuen Schuljahres im September gebraucht“, sagt Coswigs Schulamtsleiter Stefan Sári.

Doch das Problem scheint jetzt vom Tisch zu sein. Selbst wenn die Umgestaltung des großen Hofes an der Weststraße so gut wie noch gar nicht begonnen hat. Derzeit türmen sich hier große Haufen Steine und Erde.

Und auch ein Blick in das von außen schon schick aussehende Schulgebäude verrät – hier ist noch viel zu tun. Trotzdem ist Stefan Sári sehr zufrieden. „Die Arbeiten kommen super voran. Sowohl der Um- und Ausbau des alten Hauses als auch in den beiden neue errichteten Verbinderbauten.“ Diese verbinden nicht nur Schulhaus, Turnhalle und Hortgebäude, sonder bieten künftig auch Platz für Fachkabinette, Werkräume und einen als Aula nutzbaren Speisesaal.

„Im Altbau sind die Installationsarbeiten für Elektrik, Sanitär und Heizung so weit voran gekommen, dass schon die ersten Vorwände geschlossen werden konnten.“ Damit können nun auch Fliesenleger und Maler beginnen. In den Verbinderbauten soll nach Ostern der Fußbodenestrich eingebracht werden.

Begonnen wurde inzwischen zudem mit dem Umbau des Hortes. Anders als die Schule wird das Gebäude auch während der Bauarbeiten weiter genutzt. Vom Kindergarten. Für den Hort wurden nun der Keller und der Dachboden entkernt. „Jetzt sind die Trockenbauer am Zug“, so der Schulamtsleiter.

Projekt ist sachsenweite Neuheit

Die meisten Leistungen des 6,6 Millionen Euro teuren Vorhabens wurden inzwischen vergeben. Mit dem Ergebnis, „dass der Bau auch bei den Kosten im grünen Bereich liegt“, freut sich Stefan Sári.

Coswigs Schulbau-Großprojekt ist sachsenweit übrigens ein Novum. Nicht wegen der Kosten, da wurde anderenorts sogar noch mehr verbaut. Neu ist, dass sich in dem Haus künftig drei Schulen unter einem Dach befinden. Eine staatliche und eine evangelische Grundschule – diese mit Hort – sowie eine evangelische Oberschule. Dazu kommt noch der städtische Hort.

Eine nicht unumstrittene Variante, für die sich der Stadtrat nach langem Abwägen entschieden hat. Der evangelische Schulverein beteiligt sich mit 2,1 Millionen Euro an den Baukosten, 600 000 davon sind Fördermittel. Zudem zahlt er für die Räume der Oberschule künftig Miete.

Die Stadt hat ebenfalls Fördermittel zugesagt bekommen. Insgesamt 1,421 Millionen Euro.