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Kamenz

Drei Vorschläge für den Kamenz-Giebel

Die Werbeagentur Graphixer will ein neues Motiv für den Kamenz-Giebel platzieren – bis 12. Mai wird gevotet!

So sieht das bisherige Giebelbild aus.
So sieht das bisherige Giebelbild aus. © Matthias Schumann

Kamenz. Stockender Verkehr an der Pulsnitzer. Leute, die minutenlang an eine Hauswand starren. Fachsimpeln. Staunen. Mit dem Finger zeigen. Immer wieder neue Details. Witzig und mit Hintersinn. Das alles macht der Giebel der Graphixer GmbH mit den Menschen. Die Kamenzer Firma provoziert damit – im positiven Sinne. Man provoziert vor allem ein Innehalten, ein Sichbeschäftigen mit Kunst. Eine neunmal sechs Meter große Plane ist seit letztem Jahr damit bedruckt. Und mitten in der Kamenzer Altstadt aufgehangen worden. Nahezu revolutionär war dies für die Lessingstadt. „Der Plan, den schmucklosen großen Giebel mit Kunst auszufüllen, war nicht neu. Von Anfang an ist er mit in die Baubeantragung eingeflossen“, sagt René Ebert, der in diesem Haus seine Werbeagentur führt. Und das seit über 20 Jahren.

Das moderne Abendmahl des Rostocker Künstlers Robert Hochstaedter hing über die letzten Monate und soll nun von einem neuen Motiv abgelöst werden. Dafür brauchte es Künstler, die einen Plan haben. Frei nach dem Motto „Kamenz blüht auf“ suchte die Werbeagentur in den letzten Wochen nach Vorschlägen. Diese wurden bis Ende April in der Firma eingereicht. Aus ihnen kürte eine kleine Jury die besten Drei. Diese bestand aus der Stadtplanerin Friederike Bobke als Vertreterin der Stadtverwaltung, Redakteuren der SZ sowie der Werbeagentur selbst. Dabei bedeutete das Florale nicht Blümchen im herkömmlichen Sinn. Der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt. Auch eine ganze Stadt oder Region kann aufblühen – technisch, kreativ, menschenmäßig. Verschiedene Kunststile waren erwünscht, es durfte natürlich auch etwas Abstraktes sein, musste aber ins Viertel passen. Das Kunstwerk sollte außerdem technisch umsetzbar sein. Zumindest das Format musste also von Beginn an in die Überlegungen der Künstler einfließen.

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Spätere Ausführung in Farbe

Bis Sonntag, den 12. Mai, können die Kamenzer und Interessierten im Internet abstimmen für ihren Favoriten. Die Skizzen der Künstler werden vorerst schwarz-weiß dargestellt, die Ausführung am Giebel erfolgt natürlich in Farbe. Ein bisschen Fantasie ist gefragt. Der Vorschlag mit den meisten Stimmen geht in Produktion. Das neue Bild wird anschließend wieder für mehrere Monate am Giebel an der Pulsnitzer Straße hängen. Wenn alles klappt, sollte das bis zur Fēte de la Musique am 21. Juni passieren. Eine feierliche Einweihung in diesem Rahmen ist denkbar. Die Graphixer GmbH übernimmt wie zuvor auch schon die Herstellungskosten der Plane. „Kunst im öffentlichen Raum gibt es viel zu wenig. Dies hier kann ein Beitrag sein“, so René Ebert. (SZ)

Mitmachen beim Voting bis 12. Mai unter: www.facebook.com/GraphixerGmbH.

Das sind die drei Vorschläge