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Leben und Stil

Drei weitere Grippetote in Sachsen

Die Zahl der Erkrankten verdoppelt sich von Woche zu Woche. Jeder Fünfte muss ins Krankenhaus.

Die meisten Neuerkrankten sind nicht gegen die Grippe geimpft.
Die meisten Neuerkrankten sind nicht gegen die Grippe geimpft. © Sebastian Gollnow/dpa

Dresden. Während täglich über das neuartige Coronavirus gesprochen wird, ist hierzulande eine andere Gefahr viel realer: die Grippe. Seit Saisonbeginn sind daran in Sachsen bereits vier Menschen gestorben. Drei Todesfälle gab es allein in der vergangenen Woche. 

Es handelt sich um eine 49-jährige Frau und einen 62-jährigen Mann aus dem Landkreis Zwickau sowie einen 85-jährigen Mann aus dem Erzgebirgskreis. Ein 70-jähriger aus Dresden starb bereits in der letzten Dezemberwoche. Die Betroffenen sollen chronisch krank gewesen sein. Häufig führen schwere Herz-Kreislauf- oder Atemwegserkrankungen dazu, dass eine Grippe tödlich verläuft. Von zwei Todesopfern steht fest, dass sie nicht gegen Grippe geimpft waren, bei den anderen wurde der Impfstatus nicht ermittelt, heißt es aus dem sächsischen Sozialministerium.

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Ungeimpft sind auch die meisten Neuerkrankten. Ihre Zahl hat sich gegenüber der vierten Kalenderwoche erneut verdoppelt: 2.320 neue Grippefälle wurden zwischen 27. Januar und 2. Februar gemeldet. 

Damit sind seit Oktober in Sachsen 4.720 Menschen an Grippe erkrankt. Ob das bereits der Höhepunkt der diesjährigen Welle ist, will das Sozialministerium noch nicht sagen. Durch die heute beginnenden Winterferien in Sachsen wird aber mit einer Entspannung der Lage gerechnet, denn Kinder im Schulalter waren bislang besonders häufig betroffen. Die höchste Erkrankungsrate gibt es jedoch bei den jungen Erwachsenen zwischen 25 und 49 Jahren.

Deutschlandweit gibt es seit Oktober knapp 36.000 Grippefälle, jeder fünfte Betroffene musste im Krankenhaus behandelt werden, 57 sind gestorben. (sw/rnw)

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