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Wie es jetzt mit der Brücke weitergeht

Hradek, Bogatynia und Zittau wollen das Dreiländereck weiterhin aufwerten. Für die Fertigstellung der neuen Idee gibt es schon einen Wunschtermin.

Auch dieser dritte Entwurf einer Brücke am Dreiländereck wird nicht gebaut.
Auch dieser dritte Entwurf einer Brücke am Dreiländereck wird nicht gebaut. © Statverwaltung Zittau

Die Partnerstädte Hradek (Grottau/Tschechien), Bogatynia (Reichenau/Polen) und Zittau lassen sich auch vom Ende der Planungen für den dritten Entwurf einer Dreiländereck-Brücke nicht entmutigen und suchen weiter nach Möglichkeiten für die Aufwertung des Dreiländerpunkts. "Wir stellen alles auf Null und sehen, was machbar ist", sagte Zittaus Oberbürgermeister Thomas Zenker (Zkm) auf SZ-Nachfrage, nach dem er das Aus im Stadtrat verkündet hatte. Eine wichtige Rolle bei der Betrachtung spielt auch künftig der Tourismus.

Weiterhin würden die Partner gern eine Brücke bauen, die alle drei Länder verbindet. Man wolle Symbolik mit Praxis verbinden, so das Zittauer Stadtoberhaupt. Zenker ist Verfechter einer Verbindung von der deutschen Seite über die Neiße zu den Nachbarn. Zwischen polnischer und tschechischer Seite gibt es eine kleine Brücke.

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Wenn das nicht möglich sei, werden man Symbolik und Praxis trennen, sagte Zenker. Dann suchen die Partner nach etwas anderem, dass die drei Länder verbindet und errichten eine normale Brücke. "Zur Not bauen wir die Himmelsbrücke wieder auf", sagte der OB. Sie hat ein Stück flussabwärts und höher gestanden, sodass sie im Gegensatz zu den geplanten Brücken am Dreiländerpunkt nicht hochwassergefährdet war. Die Himmelsbrücke war 2013 abgerissen worden.   

Hoffnung auf Fertigstellung 2025

Zenker hofft, dass die neuen Pläne bis 2025 umgesetzt sind. Dann jährt sich die Entstehung des Dreiländerecks zum 80. Mal.

Sehr wahrscheinlich werden die drei Partnerstädte für die weiteren Planungen ihre Regierungen ins Boot holen. Immer wieder hatte es bei den bisherigen Planungen Probleme mit den unterschiedlichen Bau-, Planungs- und Wassergesetzen der drei Länder gegeben. Dazu gehört laut Zenker auch, dass Ingenieure aus einem der Länder, in den anderen beiden bestimmte Anträge nicht stellen dürfen.  

Die Idee zur Dreiländereck-Brücke war zur EU-Osterweiterung 2004 entstanden. Seit dem hatte es drei Entwürfe - jeweils einen unter deutscher, tschechischer und polnischer Führung - gegeben. Nicht zuletzt wegen der rechtlichen Probleme wären die Konstruktionen immer größer und  teurer geworden. Darüber hinaus gab es gegen den jüngsten Entwurf einer Brücke mit einer Spannweite von 70 Metern und einer Höhe von fast 20 Metern Bedenken, ob sie sich harmonisch in die Landschaft einfügen würde. Vor allem wegen der hohen Kosten und der Bedenken kam das Aus.

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