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Dresden

Abriss an der Königsbrücker Straße

Auf dem Areal an der Ecke zur Stauffenbergallee mussten mehrere Gebäude weichen. Was passiert dort?

Auf diesem Grundstück wurden seit Oktober einige Gebäude abgerissen. Viele Dresdner fragen sich, warum. Die Stadt plant einen Neubau.
Auf diesem Grundstück wurden seit Oktober einige Gebäude abgerissen. Viele Dresdner fragen sich, warum. Die Stadt plant einen Neubau. © Marion Doering

Seit Oktober dieses Jahres rollen auf dem Areal an der Ecke von Stauffenbergallee und Königsbrücker Straße die Bagger. Unter den alten Gebäuden, die abgerissen wurden, befand sich direkt an der Straßenecke ein kleines, flaches Haus. Über dessen Verschwinden wird derzeit in den sozialen Netzwerken diskutiert, auch auf dem Facebook-Account „Verschwundenes Dresden“, das der Dresdner Künstler und Fotograf Ray van Zeschau dazu nutzt, den Abriss von Dresdner Altbauten zu dokumentieren.

Auf historischen Stadtkarten taucht das Gebäude erst in einer Ansicht von 1968 auf. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg 1947 ist es auf der Karte noch nicht vermerkt. Van Zeschau weiß, dass es dort früher eine HO-Kaufhalle gab, ein anderer Facebook-Nutzer erinnert sich daran, dass dort in den 1980er-Jahren eine Reinigung ansässig war. „Da war ich als kleiner Steppke immer mit meiner Oma Wäsche bringen und holen“, beschreibt Michael Adam seine Erinnerung. Weil sowohl die Stauffenbergallee als auch de Königsbrücker Straße stark befahren sind, fällt nun vielen Dresdnern auf, dass sich auf dem Areal etwas tut.

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Das Grundstück soll ein Schulstandort werden, und zwar für die 151. Oberschule. Deren viergeschossiges Gebäude erstreckt sich L-förmig an der Stauffenbergallee und an der Königsbrücker Straße, westlich daneben schließt sich ein Neubau einer Zweifeld-Sporthalle an. Rund 30 Millionen Euro investiert die Stadt in den Standort an der Königsbrücker Straße 115, der dann ab August 2022 genutzt werden kann. Weil die Schulplätze allerdings schon deutlich eher in Dresden benötigt werden, startet die 151. Oberschule mit zwei fünften Klassen schon im nächsten Schuljahr, und zwar zunächst in Räumen der 30. Grundschule „Am Hechtpark“ in der Hechtstraße.

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