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Augustusbrücke bald komplett betoniert

Ein weitere Bauetappe ist fast geschafft. Welche Arbeiten bei der Sanierung von Dresdens traditionsreichster Brücke noch folgen.

Das neue Betonband zieht sich schon über die gesamte Augustusbrücke.
Das neue Betonband zieht sich schon über die gesamte Augustusbrücke. © René Meinig

Dresden. Die Bauleute auf der Augustusbrücke nutzen die warme Jahreszeit, um zügig voranzukommen. Seit September vergangenen Jahres sanieren die Mitarbeiter der Firma Hentschke Bau die elbabwärts liegende Hälfte. Nachdem dort der alte Beton auf Bögen und Pfeilern abgebrochen war, wurde von der Altstädter Seite aus eine neue untere Schicht aufgebracht. Das Betonbahn zieht sich bereits über die gesamte Brücke. Kürzlich wurde der neunte und letzte Bogen am Neustädter Ende betoniert, teilt das Straßenbauamt mit. 

Jetzt kommt nur noch eine kleine Flächen hinter dem letzten Neustädter Bogen an die Reihe. Noch in diesem Monat soll das geschafft werden. Von der Altstädter Seite aus wurde begonnen, die neue Betonschicht abzudichten. Dafür bringen die Bauleute leuchtend rotes Epoxidharz auf und darüber mit einer Verlegemaschine Bitumenschweißbahnen. Über die Hälfte haben sie schon geschafft. „Die Dichtungsarbeiten sollen bis Ende August abgeschlossen sein“, erklärt das Straßenbauamt. 

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Auf den Betonflächen bringen diese Fachleute mit der Verlegemaschine derzeit die neuen Dichtungsbahnen auf.
Auf den Betonflächen bringen diese Fachleute mit der Verlegemaschine derzeit die neuen Dichtungsbahnen auf. © René Meinig

Darüber wird später die Fahrbahnplatte gebaut, in die die Straßenbahngleise eingelassen werden. Der Abstand der Gleisachsen wird auf drei Meter verbreitert, sodass künftig Stadtbahnwagen mit breiteren Wagenkästen eingesetzt werden können.

Für Fußgänger und Radfahrer wird die Augustusbrücke zur komfortablen Passage. Erhalten bleiben die jeweils 3,5 Meter breiten Gehwege. Wesentlich mehr Platz erhalten die Radler am Rand der Fahrbahn. Jeder Radweg, der eine Oberfläche aus geschnittenem Pflaster erhält, ist 2,25 Meter breit. Immerhin nutzten bereits vor der Sanierung in den Hauptzeiten täglich bis zu 7.400 Fußgänger und bis zu 5.300 Radfahrer die Brücke.

Nach der Sanierung bleibt die Augustusbrücke aber für Autos gesperrt. Nur Straßenbahnen, Rettungsfahrzeuge, Stadtrundfahrten und Taxis dürfen sie weiter nutzen. Die Stadt hält die Sperrung für vertretbar. Mit 6.200 Kfz täglich wird sie vergleichsweise wenig genutzt.

Nach einer Verkehrsuntersuchung der Stadt würden sich 70 Prozent des Verkehrs auf die angrenzenden innerstädtischen Brücken verlagern. Am stärksten würde dabei die Marienbrücke mit einem Zuwachs von 1.700 Autos am Tag belastet. Allerdings wird es auch starke Verkehrsentlastungen am Altstädter Ende der Augustusbrücke geben. Das betrifft den Theaterplatz in Richtung Terrassenufer und die Sophienstraße zum Postplatz.

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Auf 355 Metern überspannt Dresdens traditionsreichste Brücke die Elbe und die Elbwiesen. Die Sanierung soll bis Sommer 2021 dauern. Sie hat sich erheblich verzögert. Die Arbeiten hatten im April 2017 begonnen. Ursprünglich war geplant, dass sie im März 2019 beendet werden. Inzwischen ist der Termin aufgrund von vielen Überraschungen an der 110 Jahre alten Brücke auf den Sommer 2021 verschoben worden. 

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