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Ausbau für Zwinger-Ausstellung geht weiter

Für die Handwerker gelten während Corona-Zeiten in Dresdens berühmtem Bauwerk besondere Regeln. Noch ist aber offen, ob der Zeitplan kippt.

Gerüste bestimmen derzeit das Bild am Französischen Pavillon und der Bogengalerie L. Sie werden für die neue Zwinger-Ausstellung ausgebaut.
Gerüste bestimmen derzeit das Bild am Französischen Pavillon und der Bogengalerie L. Sie werden für die neue Zwinger-Ausstellung ausgebaut. © René Meinig

Dresden. Seit vielen Jahren ist der Zwinger eine Baustelle. Auch jetzt arbeiten Bauleute weiter an dem weltberühmten Ensemble, dessen Übergabe sich 2019 zum 300. Mal jährte. Vor dem frisch sanierten Gebäude der Gemäldegalerie gestalten Landschaftsbauer noch die Grünanlagen. Im Hof stehen Gerüste am Französischen Pavillon und der angrenzenden Bogengalerie L. Die Gebäude werden für die audiovisuelle Präsentation "Zwinger Xperience" ausgebaut.

Bereits seit vergangenem Sommer wird in dem großen Zelt im Zwingerhof eine besondere Präsentation über die Jahrhunderthochzeit gezeigt. Seit 14. März ist sie aber genauso wie andere Museen und Ausstellungen geschlossen. Künftig sollen Zwingerbesucher in der Bogengalerie L eine noch intensivere und viel umfassendere Zeitreise erleben können.

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2018 hatten die ersten Arbeiten für den Ausbau der Zwingergebäude für die neue Ausstellung begonnen. Dafür investiert der Freistaat rund 14,3 Millionen Euro. Der Französische Pavillon wird als Empfangsbereich mit Café ausgebaut, zu dem die Besucher über die geschwungenen Treppen aus dem Zwingerhof kommen werden. Restauriert werden auch die großen Fenster des Pavillons. Durch sie haben die Besucher auf einer Seite einen schönen Blick in den Zwingerhof, andererseits nach hinten in das Nymphenbad mit seinen Brunnenanlagen.

Im Französischen Pavillon entsteht der Empfangsbereich mit einem Café für die Ausstellung.
Im Französischen Pavillon entsteht der Empfangsbereich mit einem Café für die Ausstellung. © René Meinig

Handwerker sind auch in der Bogengalerie L aktiv. August der Starke hatte diese Galerie 1711 für einen anderen Zweck bauen lassen: Sie wurde als Winterquartier für Orangen-, Pomeranzen-, Feigen- und Granatapfelbäume errichtet. In den vergangenen Jahren wurde der Saal für verschiedene Ausstellungen genutzt. Jetzt wird er für die dauerhafte Zwinger-Schau mit ihren Projektionsgeräten ausgebaut.

Die Arbeiten sind weit fortgeschritten. Derzeit installieren Handwerker Elektro-, Sanitär- und Heizungsanlagen, erklärt Sprecher Alwin-Rainer Zipfl vom Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB). Vorbereitet wird der Einbau von neuen Fenstern. Zudem sind Restauratoren und Fachleute der Zwingerbauhütte derzeit dabei, die Sandsteinfassaden zu sanieren. Deshalb stehen Gerüste am Französischen Pavillon und der Bogengalerie L. Erneuert werden auch die beiden geschwungenen Treppen.

"Damit die Baustelle weiterlaufen kann, wurden entsprechende Hygieneregeln aufgestellt", erläutert der SIB-Sprecher. So wurden zusätzliche Waschgelegenheiten installiert. Gearbeitet wird nur in kleinen Gruppen. "Sowohl für den SIB als auch für die beteiligten Firmen und Handwerker ist es wichtig, dass die Baumaßnahme weitergeführt wird und der laufende Betrieb aufrecht gehalten wird", so Zipfl weiter.

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Der enge Austausch mit den beauftragten Firmen habe sich bewährt. "Insgesamt bleibt die Lage sehr dynamisch. Welche Konsequenzen die Corona-Krise für die Fertigstellung der Baumaßnahme haben wird, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht beurteilen." Geplant war, dass die Arbeiten bis September dieses Jahres abgeschlossen werden. Die Ausstellung sollte Ende November öffnen.

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