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Besucherrekord im Christmas Garden

Die Lichtinstallation in Pillnitz begeisterte die Besucher. Vorher suchten die meisten aber händeringend einen Parkplatz. Das will der Veranstalter verbessern.

Von Kay Haufe
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Christmas Garden war ein voller Erfolg, erntete aber auch viel Kritik wegen der schwierigen Parksituation. Veranstalter Lutz Grotehöfer erklärt sich im Sächsische.de-Interview.
Christmas Garden war ein voller Erfolg, erntete aber auch viel Kritik wegen der schwierigen Parksituation. Veranstalter Lutz Grotehöfer erklärt sich im Sächsische.de-Interview. © Archiv: Sven Ellger

Dieses Ereignis hat sich weit über die Dresdner Stadtgrenzen hinaus rumgesprochen. Rund 120.000 Gäste besuchten den Christmas Garden im Pillnitzer Schlosspark, der am vergangenen Sonntag letztmalig geöffnet war. Das sind 20.000 mehr als im Jahr zuvor, als die Lichtinstallation erstmals die Pillnitzer Palais, die Orangerie, das Kamelienhaus, Alleen und Parkbäume in Szene setzte. 

"Wir sind sehr glücklich, dass es so gut angenommen wurde", schätzt Lutz Grotehöfer ein, der Geschäftsführer vom Veranstalter Concert Concept Veranstaltungsgesellschaft. Das Feedback der Besucher sei sehr positiv gewesen.

Einen Wermutstropfen gab es allerdings: Die beiden öffentlichen Parkplätze auf der Leonardo-da-Vinci- und der Lohmener Straße reichen bei Weitem nicht aus, um die Autos der Besucher aufzunehmen. So wurden die engen Pillnitzer Anliegerstraße rigoros zugeparkt, Anwohner kamen teilweise nicht mehr in ihre Einfahrten und Gartentore. Selbst Busse der Linie 63 mussten ihre Endhaltestelle verlegen, weil diese an der Lohmener Straße von Autos versperrt war. Vor allem an den Weihnachtsfeiertagen und bis Neujahr war es schlimm.

Nach massiven Beschwerden hat das Ordnungsamt der Stadt ab dem 30. Dezember kontrolliert. Gleich am ersten Tag wurden 182 Knöllchen verteilt. Anwohner forderten, dass für künftige Veranstaltungen dieser Art ein Verkehrskonzept erarbeitet wird. Sächsische.de sprach auch dazu mit Lutz Grotehöfer.       

Lutz Grotehöfer, Geschäftsführer des Christmas-Garden-Veranstalters, der Concert Concept Veranstaltungsgesellschaft. 
Lutz Grotehöfer, Geschäftsführer des Christmas-Garden-Veranstalters, der Concert Concept Veranstaltungsgesellschaft.  © Zwiebel Enterprises

Herr Grotehöfer, die zweite Auflage von Christmas Garden in Dresden-Pillnitz lief sehr gut. Was gelang aus Ihrer Sicht dieses Mal besser als 2018?

Wir haben den Rundweg attraktiver gestaltet, weil wir das Gelände inzwischen auch besser kennen. Die Musik kam bei den Gästen deutlich besser an, was uns viele sagten. Und nicht zuletzt hat auch die Eisbahn auf dem Vorplatz als zusätzliches Angebot begeistert. 

Durch die vielen Besucher hat sich ein Parkplatzproblem in Pillnitz ergeben. Welche Möglichkeiten sehen Sie, dies bei der dritten Auflage zu entschärfen?

Im Moment wissen wir noch gar nicht, ob es eine dritte Auflage gibt, hoffen es aber sehr. Die Abstimmungen mit Schlösserland Sachsen finden demnächst statt. Das Parkplatzproblem ist uns durchaus bewusst und wir werden die kommenden Monate nutzen, um geeignete Lösungen, zum Beispiel mit den Dresdner Verkehrsbetrieben, zu finden und abzusprechen. Aber kurz nach dem Ende der Veranstaltung ist es schwer, bereits konkrete Ideen zu präsentieren. Wir haben ja auch in Berlin und Stuttgart Christmas-Garden-Standorte. Dort tritt das Parkplatzproblem nicht auf. 

Welche Ideen gibt es für eine Neuauflage des Christmas Gardens in Pillnitz? 

Eines steht fest: Keine einzige der diesjährigen Installationen wird zu sehen sein, wir liefern keine Kopien. 

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