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Dresden

Bistum Dresden baut an Schweriner Straße

Das gelbe Eckhaus an der Ermischstraße soll abgerissen werden, denn das Bistum braucht eine neue Verwaltungsstelle. Dafür muss die Caritas umziehen.

Das Gebäude an der Schweriner Straße soll Platz für einen Neubau machen.
Das Gebäude an der Schweriner Straße soll Platz für einen Neubau machen. © Sven Ellger

Dresden. Die Idee gibt es schon länger, nun werden erste Details dazu bekannt: Das Bistum Dresden-Meißen will an der Schweriner Straße einen Neubau errichten. Dafür muss das alte Gebäude abgerissen werden und der bisherige Mieter, der Caritasverband Dresden, an einen neuen Standort umziehen. So sehen die Pläne aus.

Warum will das Bistum neu bauen?

Das Bischöfliche Ordinariat - die Verwaltungsstelle - des Bistums Dresden-Meißen benötigt einen neuen Sitz. Der befindet sich bislang am Käthe-Kollwitz-Ufer 84, in einem 1978 errichteten weißen Flachbau direkt an der Elbwiese mit Blick zu den Elbschlössern. Trotz der schönen Lage gibt es Überlegungen, den Standort zu verlassen, so Bistum-Sprecher Michael Baudisch. 

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Zum einen ist das Gebäude am Käthe-Kollwitz-Ufer in Bezug auf Barrierefreiheit, technische Nachrüstungen, Wärmedämmung und Sonnenschutz sehr sanierungsbedürftig. Kurzum: es ist "weitgehend verschlissen". Untersuchungen dazu, inwieweit das Haus saniert sowie um- und ausgebaut werden könnte, hätten zu keinem positiven Ergebnis geführt, erklärt Baudisch. Eine dringend nötige Erweiterung sei an diesem Standort baurechtlich nicht zulässig.

Zum anderen soll das Ordinariat einen zentraleren Standort in Dresden bekommen. Deshalb befindet sich das Bistum derzeit mitten in der Planung für einen Neubau im Stadtzentrum, und zwar auf dem kirchlichen Grundstück an der Schweriner Straße. Ende dieses Jahres soll eine Kostenberechnung für das Bauprojekt vorliegen, über das die Gremien des Bistums dann entscheiden. 

Was soll an der Schweriner Straße entstehen?

Für die Planung des Neubaus an der Ecke Schweriner/Ermischstraße wurden mehrere Architekturbüros beauftragt. Ein Entwurf kommt aus dem Büro Alexander Poetzsch Architekten, der auch die Vorzugsvariante des Bistums sei, wie Baudisch mitteilt. Allerdings könne es durchaus noch in einigen Details Veränderungen geben. 

Ein Teil des Gebäudes soll als Verwaltungstrakt genutzt werden, dort entstehen Büros, Registratur und ein Veranstaltungsbereich. Als Herzstück des Neubaus ist eine Kapelle für Gottesdienste und Gebete vorgesehen. In einem weiteren Gebäudeteil sollen Wohnungen und Büroeinheiten vermietet werden.

Der Entwurf orientiert sich an der jetzigen Blockrandbebauung des Areals: Ein dreieckiger Neubau nimmt die Form des Grundstücks mit seiner spitzen Ecke auf. Innerhalb des Hauses entsteht ein zentraler Innenhof, hinter dem Komplex ein Garten. Im Erdgeschoss sollen die Kapelle und Veranstaltungsbereiche untergebracht werden und ebenso wie der Ordinariatsgarten öffentlich zugänglich sein. Der Kapellenraum befindet sich direkt an der vorderen Ecke des Gebäudes hinter einem großen Fenster, das einen Blick ins Innere gibt. So sehen es zumindest die Pläne vor.

Wo wird die Caritas künftig ihren Sitz haben?

Dem Caritasverband Dresden sind die Pläne des Bistums schon seit gut einem Jahr bekannt, sagt Sprecherin Lydia Döring. Seitdem wurden für die Sozialstation, das Beratungszentrum - dazu zählen unter anderem die Schwangeren-, Schuldner- und Migrationsberatung - , den Jugend- und Kindermigrationsdienst und die Geschäftsstelle ein neuer Standort gesucht. Fündig wurde der Verband schließlich wiederum in einem Neubau in der Wintergartenstraße 15/17. 

"Unser Anliegen war es, möglichst innenstadtnah und zentral zu bleiben, damit die Beratungsdienste weiterhin gut erreichbar sind." Durch die Nähe zum Krankenhaus St.-Joseph-Stift ergeben sich außerdem positive Effekte für die Sozialstation, also für den Ambulanten Pflegedienst der Caritas. 

Der Umzug ist bereits für den Spätsommer dieses Jahres geplant. Im neuen Gebäude, in dem außerdem das erste stationäre Hospiz Dresdens des St.-Joseph-Stifts seinen Platz finden wird, bezieht die Caritas das Erdgeschoss und die erste Etage.

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