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Carolabrücken-Fußweg im Oktober fertig

Eingebaut werden spezielle Matten. Was das für Vorteile bringt.

Noch müssen Fußgänger und Radfahrer den Behelfsweg auf der Carolabrücke nutzen. Doch der neue Fußweg nimmt schon sichtbare Konturen an.
Noch müssen Fußgänger und Radfahrer den Behelfsweg auf der Carolabrücke nutzen. Doch der neue Fußweg nimmt schon sichtbare Konturen an. © René Meinig

Dresden. Seit November vergangenen Jahres wird die elbaufwärts liegende Seite der Carolabrücke saniert. Trotz der Coronakrise sind die Bauleute der Firma Hentschke Bau sichtbar vorangekommen. Das Band des neuen Fußweges zieht sich bereits über die gesamte Brückenlänge von rund 400 Metern. Im Mai hatte der Fußwegbau begonnen. Bei der Sanierung wird er von 3,6 auf 4,25 Meter verbreitert.

Auf der Stahlbewehrung liegen auf der Neustädter Seite die Matten aus Basalt schon bis zur Brückenmitte. Durch diesen besonderen Baustoff wird es möglich, den Geh- und Radweg zu verbreitern.
Auf der Stahlbewehrung liegen auf der Neustädter Seite die Matten aus Basalt schon bis zur Brückenmitte. Durch diesen besonderen Baustoff wird es möglich, den Geh- und Radweg zu verbreitern. © René Meinig

Möglich wird das, da erstmals beim Großbrückenbau leichter Carbon- beziehungsweise Basaltbeton zum Einsatz kommt. Das leichtere und flexiblere Material ist umfassend getestet und zugelassen worden. Die Carbon- beziehungsweise Basaltstäbe rosten nicht, sind gegen Streusalze resistent und eröffnen neue Möglichkeiten. Zwar ist das Material teurer als Bewehrungsstahl. Doch es ist deutlich fester, sodass viel weniger Beton für die schlankere Platte benötigt wird. Gemeinsam mit dem Institut für Massivbau der TU Dresden beschreitet die Stadt damit neue Wege.

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Auf den eingehobenen Fertigteilen wird zuerst eine Lage Stahlbewehrung eingebaut. Darüber kommen Matten mit speziellen Stäben, die von Kunststoff umhüllt sind. Insgesamt wird die schlanke Platte für den Geh- und Radweg nur zehn Zentimeter stark.

Am Neustädter Ende der Carolabrücke ist der neue Geh- und Radweg schon betoniert.
Am Neustädter Ende der Carolabrücke ist der neue Geh- und Radweg schon betoniert. © René Meinig

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Im Juli hatten die Eisenflechter damit begonnen, ab der Neustädter Brückenseite die Stahlbewehrung herzustellen. Darüber kommen auf der Neustädter Seite Matten aus Basalt, auf der Altstädter Brückenhälfte aus Carbon. Am Neustädter Ende sind diese Matten bis zur Brückenmitte ausgelegt. Dort wurde schon angefangen, zu betonieren. Im Oktober soll der neue Fußweg fertig sein. Die Sanierung des Brückenzugs dauert aber noch bis Frühjahr 2021.

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