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"Es tut weh, die Bahnhöfe so zu sehen"

Die letzten Gleise im Hauptbahnhof Dresden werden trotz Corona planmäßig saniert. Wie die Bahn mit der Krise umgeht, erklärt der Bahnhofsmanager.

Im Hauptbahnhof wird jetzt an den letzten zwei Bahnsteigen der Mittelhalle gebaut, die noch nicht saniert sind.
Im Hauptbahnhof wird jetzt an den letzten zwei Bahnsteigen der Mittelhalle gebaut, die noch nicht saniert sind. © René Meinig

Dresden. Wenigstens das funktioniert, wie immer: Hinter einem Bauzaun in der Mittelhalle des Hauptbahnhofs läuft auch jetzt die Erneuerung der Bahnsteige und Gleise. Und die Arbeiter kommen voran. Sie sind mit den Bahnsteigen 8 und 9 fertig geworden, jetzt wird an Nummer 10 und Nummer 11 gebaut. Sie befinden sich auf der Seite der Mittelhalle, die dem Wiener Platz zugewandt ist. Es sind die zwei letzten, die noch erneuert werden müssen und es ist dort weniger zu tun als an den anderen Bahnsteigen.

Der Bodenbelag ist noch in Ordnung, er muss nicht ersetzt werden. Wie die anderen Bahnsteige werden aber auch diese zwei so umgebaut, dass sie den heutigen Ansprüchen der Bahn entsprechen. Sie bekommen eine neue Ausstattung, dazu gehören unter anderem Papierkörbe, Hinweistafeln, Sitzgelegenheiten und Lampen. Und sie bekommen ein neues Dach außerhalb der Halle auf der Seite hin zur Budapester Straße. Denn Gleis 10 und 11 sind die zwei einzigen in der Mittelhalle, auf denen künftig auch Fernzüge halten sollen. Die sind länger als Regionalbahnen, sie reichen über das Bahnhofsende hinaus. Damit die Fahrgäste künftig auch dort geschützt sind, wird das Bahnsteigdach erneuert. 

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Am Rand der Bahnsteighalle wird im Hauptbahnhof noch an Gleisen gebaut, auf denen später auch Fernzüge halten sollen.
Am Rand der Bahnsteighalle wird im Hauptbahnhof noch an Gleisen gebaut, auf denen später auch Fernzüge halten sollen. © René Meinig

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Damit ist Bahnhofsmanager Heiko Klaffenbach zufrieden: Dass wenigstens die Bahnhofssanierung voran geht, trotz Corona bisher ungebremst, sagt der Bahnhofsmanager. "Wir liegen noch voll im Zeitplan, aber wie sich das entwickelt, können wir schlecht sagen." 

Auch die Vorbereitungen für die Dachsanierung gehen wie geplant weiter. "Ende 2019 hatten wir die Wintersicherung abgeschlossen", sagt Klaffenbach, jetzt würden sogenannte Plattformnetze aufgehängt, ausschließlich nachts. Auf den grünen Netzen sollen künftig die Arbeiter stehen, die die Dachmembran austauschen. 2022 soll diese Arbeit beginnen. Wenn nichts dazwischen kommt, werden die Plattformnetze rechtzeitig fertig, meint der Bahnhofsmanager.

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Wie es aber auf den Bahnsteigen und der Empfangshalle des Hauptbahnhofs aussieht, betrübt Klaffenbach. Läden sind geschlossen, Züge fahren seltener, die Fahrgäste sind deutlich weniger geworden. "Auf der einen Seite bin ich froh, dass wir ein stabiler Versorger sind", sagt Klaffenbach, darauf könne man stolz sein. "Auf der anderen Seite tut es weh, die Bahnhöfe in so einem Zustand zu sehen." 

Immerhin: Auch die Bahn hat vorgebaut. Sogenannten Spuckschutz gibts jetzt auch an der Bahnhofsinformation, und brauchen Fahrgäste Hilfe, dann tragen die Bahnmitarbeiter Handschuhe und achten wenn möglich auf den richtigen Abstand.

Die meisten Gleise in der Mittelhalle sind schon erneuert. Aber wegen Corona ist gerade wenig Betrieb in der zentralen Station.
Die meisten Gleise in der Mittelhalle sind schon erneuert. Aber wegen Corona ist gerade wenig Betrieb in der zentralen Station. © René Meinig

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