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Dieser Dresdner Club öffnet wieder

Die Clubbetreiber wurden von Corona hart getroffen. Nun hat das Downtown in der Neustadt ein Konzept für den Neustart vorgelegt. Wo man noch feiern kann.

Betreiber Stefan Schulz vom Downtown öffnet am Samstag wieder seine Clubtüren.
Betreiber Stefan Schulz vom Downtown öffnet am Samstag wieder seine Clubtüren. © René Meinig

Dresden. Gute Nachrichten für alle, die mal wieder in Dresden ausgehen wollen: am Samstag öffnet das Downtown auf der Katharinenstraße in der Neustadt wieder. Seit dem 13. März war der Club von Stefan Schulz aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen.

"Wir wollen unsere Gäste einmal um den Globus schicken: musikalisch und visuell", kündigt Betreiber Stefan Schulz an. Am Samstag ab 21 Uhr geht es los nach New York, mit Musik aus der US-Metropole, Videos und den passenden Getränken. Den Samstag danach fliegt der imaginäre Flieger nach Tel Aviv und danach nach Jamaika. Geplant sind die Veranstaltungen zweimal am Abend jeweils für zwei Stunden, einmal Start um 21 Uhr und einmal um 0.30 Uhr. Der Grund: die Hygieneregeln.

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Maximal 100 Personen dürfen gleichzeitig in den Club, erklärt Geschäftsführerin Jana Gäbler. Außerdem müssen alle ihr Ticket online kaufen. Die Betreiber stellen Desinfektionsmittel bereit und säubern zwischen den beiden Veranstaltungen das ganze Areal. "Die Gäste sollen so wenig Kontakt wie möglich mit dem Personal haben und werden meist am Tisch bedient", so Gäbler. Das Downtown-Team will nun schauen, wie die Gäste das Konzept annehmen und planen dann, wie es den Sommer über weiter geht.

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Der Lockdown hatte Stefan Schulz, wie alle Veranstalter, hart getroffen. "Plötzlich ging alles von hundert auf Null", sagt er. Am meisten mache ihm die Perspektivlosigkeit Sorgen. Wann kann er wieder "richtig" aufmachen? Mit Tanzen und vielen Gästen? "Wir haben manchmal das Gefühl, wir sind vergessen worden. Als erste mussten wir zumachen und wahrscheinlich als letzte wieder auf." 

Doch er versucht, sich nicht unterkriegen zu lassen und mit seinem Personal in Kontakt zu bleiben. Seine zweite Location - Katy's Garage auf der Alaunstraße - wird erst einmal nicht für Veranstaltungen geöffnet. Dafür finden die Gäste im Biergarten vor Katy's Garage ein gemütliches Plätzchen.

Seit dem 30. Juni sind in Sachsen und damit auch in Dresden wieder Familienfeiern außerhalb des eigenen Haushalts oder Gartens mit bis zu 100 Personen erlaubt und auch Musikclubs dürfen unter strengen Auflagen wieder öffnen. Dazu zählt unter anderem ein Tanzverbot. Zudem brauchen die Clubs ein genehmigtes Hygienekonzept. 

Auf das Geschäft vorm Laden setzt weiterhin auch Mirko Glaser. Er betreibt das Blue Note auf der Görlitzer Straße, das für seine Livemusik nicht nur in Dresden bekannt ist. Bevor er seine Kneipe nicht ohne Auflagen betreiben kann, bleibt sie zu, sagte er schon Ende Juni. Damit aber alle was von den Livebands haben, überträgt er Auftritte auf einen Bildschirm auf der Straße und verkauft dort Getränke. Bei Facebook schreibt das Blue Note: "Wir gehen momentan davon aus, dass Konzerte unter relativ normalen Bedingungen ab September wieder möglich sein werden. Voraussetzung wird möglicherweise sein, dass die Kontaktdaten der Gäste erfasst werden müssen." Aber alles deute darauf hin, dass es weitergehen wird im Herbst, insofern nicht eine zweite Welle die Infektionszahlen in die Höhe schießen lässt.

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Musik gibt es auch wieder auf dem Konzertplatz Weißer Hirsch. Am 10. Juli ab 18 Uhr spielt Sängerin Esthi Kiel dort. Ihre Musik reicht von Country, Pop, Rock bis hin zu deutschen, eigenen Kompositionen.  Der Eintritt ist frei. 

Seit einigen Wochen hat die Sommerwirtschaft Saloppe an der Brockhausstraße wieder auf. Seit Mitte Mai werden im Biergarten wieder Getränke ausgeschenkt und Essen serviert. Die  After-Work-Abende am Dienstag finden statt, allerdings ohne Party und Tanz. Im Biergarten gibt es von Dienstag bis Sonntag Essen, Getränke und Musik. Mal vom Band und mal ist ein DJ da. Alles natürlich unter strengen Hygienemaßnahmen. Die Gäste und Mitarbeiter müssen Abstand halten, die Mitarbeiter arbeiten mit Mundschutz. Das Küchenpersonal muss täglich unterschreiben, dass es keine Corona-Symptome hat. Veranstaltungen finden aktuell zwar statt, aber weniger als geplant.  

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