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Corona: Neue Einkaufsregeln in Dresden

Seit Donnerstag ist Einkaufen nicht gleich Einkaufen. Welche Regeln Dresdner Märkte in Zeiten des Coronavirus aufgestellt haben.

Die Dresdner müssen sich jetzt an neue Öffnungszeiten und Regeln beim Warten an der Kasse gewöhnen.
Die Dresdner müssen sich jetzt an neue Öffnungszeiten und Regeln beim Warten an der Kasse gewöhnen. © Christian Juppe

Dresden. Plexiglasscheiben vor den Kassen, Sicherheitsmänner an den Eingängen und verkürzte Öffnungszeiten: Dresdens Läden, die seit Donnerstag noch öffnen dürfen, gehen sehr unterschiedlich mit der Corona-Epidemie um. Von Geschäft zu Geschäft gibt es andere Einkaufsregeln - ein Überblick.

Drogeriemarkt: Aus Vorsicht dürfen nur wenige Kunden gleichzeitig rein

Im DM-Drogeriemarkt im Alttolkewitzer Einkaufszentrum stehen am Donnerstagvormittag rund zehn Menschen vorm Eingang. Sie warten darauf, hineingelassen zu werden. Nicht, dass die Filiale geschlossen wäre. Aber der Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes begrenzt die Zahl der Kunden, die sich gleichzeitig im Markt aufhalten dürfen. Auch drin gelten neue Regeln: Im Kassenbereich sind Markierungen auf dem Boden angebracht worden. Genau ein Kunde darf sich vor eine Markierung stellen. Damit soll erreicht werden, dass zwischen den Menschen genügend Abstand gehalten werden.

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Auf der DM-Internetseite wirbt Geschäftsführer Christoph Werner um Verständnis für die Vorsichtsmaßnahmen und betont noch einmal, zwischen anderen Kunden und Drogerie-Mitarbeitern einen Abstand von mindestens 1,50 Meter zu halten. "Wir werden noch in dieser Woche für alle Kassenplätze in unseren Märkten Plexiglas-Aufsätze verschicken, die den Kassiervorgang für die Kunden und die Mitarbeiter sicherer machen", teilt DM mit. Außerdem bittet die Geschäftsleitung alle Kunden, keine Produkte zu testen und anschließend zurück ins Regal zu stellen.

Einheitlich sind die Regelungen bei den DM-Märkten offenbar nicht. So gab es am Donnerstagvormittag zur Filiale an der Bautzner Straße keine Zugangsbeschränkungen.

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"Wenn es bei bestimmten Artikeln zu einer limitierten Herausgabemenge pro Haushalt kommt, bitten wir Sie, diese einzuhalten und weiterhin respektvoll mit unseren Mitarbeitern vor Ort umzugehen."

Supermarkt: Wegen zu vieler Kunden die Öffnungszeiten gekürzt

Die Supermärkte der Rewe-Gruppe regeln die Öffnungszeiten individuell. Keine Einschränkungen gibt es bisher zum Beispiel im Markt an der Schweriner Straße. Er soll auch weiterhin bis 22 Uhr öffnen. Mitarbeiter an der Kasse werden dort durch eine Plexiglasscheibe geschützt.

Anders sieht das mit den Zeiten an der Bautzner Straße in der Dresdner Neustadt aus: Der Markt öffnet ab sofort erst 8 Uhr und schließt bereits um 20 Uhr. "Ihr wisst, unser Markt ist klein und es war auch schon immer viel los", teilt man den Kunden am Eingang mit. 

Mit diesem Aufsteller wirbt Rewe in der Dresdner Neustadt um Verständnis für die kürzeren Öffnungszeiten.
Mit diesem Aufsteller wirbt Rewe in der Dresdner Neustadt um Verständnis für die kürzeren Öffnungszeiten. © SZ

Man habe jetzt einen Punkt erreicht, an dem man sich nur noch gegenseitig im Weg stehe. Die Zeit, in der nicht mehr geöffnet ist, soll zum Auffüllen der Regale genutzt werden.

Auch Rewe bittet alle Kunden, beim Einkauf und an der Kasse mindestens 1,50 Meter Abstand zu anderen Leuten zu halten und möglichst bargeldlos zu zahlen. Die Selbstbedienungskassen, zum Beispiel im Markt an der Kesselsdorfer Straße, scheinen nach jedem Kunden desinfiziert zu werden, beobachtete ein SZ-Reporter am Donnerstag.

Hinweise, zur nächsten Person Abstand zu halten, findet man auch bei Kaufland und im neuen Bauhaus-Baumarkt in Nickern. 

Im Kaufland des Kaufparks Nickern weist ein Aufsteller darauf hin, zur nächsten Person zwei Meter Abstand zu halten. 
Im Kaufland des Kaufparks Nickern weist ein Aufsteller darauf hin, zur nächsten Person zwei Meter Abstand zu halten.  © Daniel Förster
Auch im Bauhaus-Baumarkt in Dresden-Nickern wird auf den Mindestabstand hingewiesen. 
Auch im Bauhaus-Baumarkt in Dresden-Nickern wird auf den Mindestabstand hingewiesen.  © Daniel Förster

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Der Dresdner Biomarkt Vorwerk Podemus hat die Öffnungszeiten seiner Filialen ebenfalls angepasst, allerdings nicht, um mit dem Einräumen von Regalen hinterher zu kommen. Geschlossene Schulen und Kitas würden auch die Belegschaft treffen, heißt es auf der Internetseite des Unternehmens. Daher öffneten alle Dresdner Märkte ab sofort erst 11 Uhr, sonnabends um 8 Uhr.  Ausnahmen bilden die Filialen im Hauptbahnhof (ab 9 Uhr) sowie der Klotzscher Markt (ab 7 Uhr).

Eine weitere neue Regel: "Wir nehmen aktuell an unseren Theken keine mitgebrachten Behältnisse entgegen." Dies sei eine vorübergehende Maßnahme.

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