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Dynamo hilft dem Städtischen Klinikum

Eine Spende aus dem Gehaltsverzicht von Profis, Trainerstab und Geschäftsführung wird nun für einen bestimmten Zweck eingesetzt.

Mehr Zeit für Patienten: Das Städtische Klinikum investiert eine Spende von Dynamo Dresden in die Digitalisierung.
Mehr Zeit für Patienten: Das Städtische Klinikum investiert eine Spende von Dynamo Dresden in die Digitalisierung. © Sven Ellger

Dresden. Das Städtische Klinikum hat eine Spende von Dynamo Dresden über 15.000 Euro erhalten und jetzt bekanntgegeben, wofür man diese verwenden will. Der Betrag solle in die Beschaffung von drei mobilen digitalen Pflegewagen investiert werden, heißt es in einer Mitteilung vom Freitag. 

Damit wolle man weitere Weichen für die Digitalisierung im Stationsalltag stellen. Mit dem Pflegewagen sollen demnach lange Wege für Pflegekräfte verkürzt werden. Das schaffe wichtige Pflegezeit am Patienten. Zudem ließen sich so Übertragungsfehler bei der Dokumentation verhindern. 

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Der Wagen enthält einen PC sowie alle wichtigen Utensilien und Medikamente, die  Pflegekräfte für die Versorgung ihrer Patienten benötigen. 

Eingesetzt wird er auf Station und bei der gemeinsamen Visite von Ärzten und Pflegepersonal. Damit hätten alle an der Behandlung Beteiligten wichtige Informationen in Echtzeit zur Hand. Auch die unleserliche Handschrift in der Patientenakte scheide damit als Risiko aus, heißt es aus dem Klinikum.

Dynamo: Zeit, etwas zurückzugeben

Dynamo Dresden wolle mit dem Geld dafür kämpfen, dass das Gesundheitssystem der enormen Belastung standhält und Menschen bestmöglich medizinisch versorgt werden können, hatte der Verein schon im April mitgeteilt. Sportgeschäftsführer Ralf Minge hatte erklärte damals: "Die Landeshauptstadt Dresden aber auch wir als größter Verein der Stadt haben in unserer Geschichte immer wieder auf nationale und internationale Unterstützung bauen können, wenn wir in Not oder auf Hilfe angewiesen waren." 

Es sei jetzt Zeit, etwas zurückzugeben. Das Geld stamme aus einem Gehaltsverzicht der Zweitliga-Profis, des gesamten Trainerteams und der Geschäftsführung.

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Die Spende war zwar schon am 3. April auf dem städtischen Spendenkonto angekommen. Allerdings musste der Finanzausschuss erst über ihre Verwendung beschließen. Hintergrund ist ein Stadtratsbeschluss aus dem Jahr 2014, der dem Oberbürgermeister untersagt, Spenden von mehr als 10.000 Euro ohne Zustimmung des Finanzausschusses anzunehmen und weiterzureichen.

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