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Hohe Zahl von Corona-Neuinfektionen in Dresden

Die Inzidenz in der Landeshauptstadt steigt erneut. Die Neuinfektionen lassen erwarten, dass es so weitergeht. Die neuesten Corona-Zahlen aus Dresden.

Die Coronazahlen in Dresden steigen weiter, die Inzidenz hat die 190 überschritten.
Die Coronazahlen in Dresden steigen weiter, die Inzidenz hat die 190 überschritten. ©  dpa/Robert Michael

Dresden. Bis zur 200 ist es nicht mehr weit. Die Inzidenz in der Landeshauptstadt klettert erneut und das Gesundheitsamt muss mehr als 250 neu nachgewiesene Infektionen melden. Die neuesten Zahlen zur Pandemie in Dresden und welche Corona-Regeln gelten.

Neuinfektionen: Am Sonnabend hat die Stadt der Landesuntersuchungsanstalt Sachsen 254 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Insgesamt haben sich seit Pandemiebeginn im März 2020 nachweislich 35.414 Menschen in der Stadt angesteckt.

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Genesene und aktive Infektionen: Bei 32.397 Infizierten schätzt das Gesundheitsamt, dass sie die Infektion bereits überstanden haben (Stand Freitag, am Sonnabend gibt es dazu keine neuen Zahlen). Die Schätzung ergibt sich aus der Annahme, dass die Infizierten auch zwei Wochen nach der Meldung nicht ins Krankenhaus mussten. Wer doch in einer Klinik versorgt werden musste, bei dem wird eine Genesung nach einem Monat angenommen. Das Gesundheitsamt betont: "Da im Einzelfall auch deutlich längere Erkrankungsverläufe möglich sind, stellen die berechneten Daten nur grobe Schätzungen dar." Abzüglich der Zahl aller Verstorbenen würde dies heißen, dass am Freitag 1.653 Infektionen aktiv waren.

Infektionen in Schulen, Kitas und Pflegeheimen: Mit Stand vom Sonnabend sind 26 Schulen und Horte, 27 Kitas und 6 Pflegeheime von Corona-Infektionen betroffen. In Quarantäne befinden sich 169 Kita-Kinder beziehungsweise Erzieher sowie 213 Schüler beziehungsweise Lehrer und 82 Menschen in Pflegeheimen.

Darüber hinaus gilt der Beobachtungsstatus für mindestens 188 Kita-Kinder/Erzieher sowie 78 Schüler/Lehrer. Worin der Unterschied zwischen Quarantäne und Beobachtung liegt, erfahren Sie hier.

Krankenhauseinweisungen: Das Gesundheitsamt hat zuletzt am Freitag fünf weitere Klinikeinweisungen wegen Covid-19 gemeldet. Am Wochenende gibt es dazu keine neuen Zahlen.

Auf den Intensivstationen der Stadt sind am Sonnabendmittag laut dem Sächsischen Sozialministerium 65 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen versorgt worden, 165 Patienten wurden in Normalstationen behandelt. 13 Erkrankte mussten invasiv beatmet werden.

Seit Pandemie-Beginn im März 2020 benötigten mehr als 2.800 Infizierte eine stationäre Versorgung. Gezählt werden laut Gesundheitsamt nur Patienten, die im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung stationär behandelt werden.

Todesfälle: Die Stadt hat zuletzt am Freitag einen weiteren Todesfall gemeldet, am Sonnabend kamen laut dem Sozialministerium zwei weitere hinzu. Insgesamt starben bisher 1.135 Dresdner im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

Alter der Infizierten: Den absoluten Zahlen zufolge haben sich bisher vor allem Dresdner im Alter zwischen 35 und 59 Jahren angesteckt. Knapp 37 Prozent aller Infizierten in Dresden gehört dieser Altersgruppe an. Es folgen die 15- bis 34-Jährigen (knapp 30 Prozent) und die über 60-Jährigen (rund 24 Prozent).

Alter der Verstorbenen und Fallsterblichkeit: Insgesamt sind bisher rund 3,2 Prozent aller nachweislich Infizierten in der Landeshauptstadt gestorben. Knapp drei Viertel der Verstorbenen kamen aus der Gruppe der über 80-Jährigen. Betrachtet man nur diese Altersgruppe, so liegt die Fallsterblichkeit dort bei knapp 22 Prozent. Zu beachten ist, dass diese Zahl den kompletten Pandemiezeitraum umfasst, also auch jene Periode, in der es noch keine Corona-Schutzimpfungen gab. Bei den Kindern und Teenagern liegt die Fallsterblichkeit bei null Prozent.

Die Inzidenz: Die Sieben-Tage-Inzidenz ist das erste Kriterium, das entscheidet, wie umfangreich die Corona-Regeln ausfallen. Sie gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich innerhalb der vergangenen sieben Tage neu mit dem Virus infiziert haben. Am Freitag liegt sie erneut deutlich gestiegen bei 190,4.

Die Bettenauslastung: Das zweite Kriterium ist die Bettenauslastung in allen sächsischen Krankenhäusern. 378 Betten auf Normalstationen und 125 Betten auf Intensivstationen sind Stand Sonnabendmittag dort mit Corona-Patienten belegt gewesen.

Die aktuell gültigen Regeln: Da die Inzidenz bereits am 11. September fünf Tage am Stück über der Marke von 35 lag, gelten in Dresden seitdem wieder Regelverschärfungen. So müssen sich ungeimpfte und ungenesene Menschen wieder testen lassen, wenn sie zum Beispiel ein Restaurant oder einen Friseursalon betreten wollen. Geimpfte und Genesene müssen Nachweise vorlegen (3G-Regel).

Die Bettenauslastung sorgt aktuell für keine zusätzlichen Regelverschärfungen. Sind so viele Betten belegt, dass die Vorwarnstufe an fünf aufeinanderfolgenden Tagen überschritten wird, werden die Corona-Regeln am übernächsten Tag in ganz Sachsen verschärft. Private Zusammenkünfte im öffentlichen und privaten Raum sind dann nur bis maximal zehn Personen zulässig. Geimpfte, Genesene und unter 14-Jährige sind ausgenommen. Eine weitere Eskalationsstufe gibt es, wenn noch mehr Corona-Patienten in die Krankenhäuser kommen.

In Dresden sind bisher mehr als 301.000 Menschen vollständig geimpft worden (Stand: 12.10.2021). Dabei handelt es sich auch um Bürgerinnen und Bürger, die nicht in Dresden leben, sich ihr Impfzentrum aussuchen durften und sich in der Stadt haben impfen lassen.

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Andererseits fehlen in der Statistik Dresdner, die sich außerhalb Dresdens impfen ließen. Die Impfquote für die Landeshauptstadt - sie liegt derzeit bei rund 54 Prozent - ist damit nur bedingt aussagekräftig.

Darüber hinaus haben mehr als 3.600 Menschen in Dresden eine Auffrischungsimpfung bekommen. Sie wird über 70-Jährigen sowie Personen mit bestimmten Vorerkrankungen empfohlen, deren Zweitimpfung ein halbes Jahr her ist.

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