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Dresden darf kein Kampfplatz werden

zu politischen Straftaten in Dresden

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Von [email protected]

Rechtsextreme verstoßen mit ihrem Handeln deutlich häufiger gegen Gesetze als Linksextreme. Das ist in Dresden und auch bundesweit so, wie die Polizeistatistiken belegen. Doch die Linksextremen sind deswegen keineswegs harmlos. Sie fallen durch den enormen Zuwachs der linkspolitisch motivierten Gewalttaten auf.

Beide Extremistenlager sind ein Problem für Dresden. Beiden Seiten muss sich die übergroße demokratische Mehrheit der Dresdner aktiver entgegenstellen. Andernfalls finden beide Seiten zunehmend Freude daran, sich auf Dresdner Flur auszutoben. Dresden darf aber kein Kampfplatz für politisch Desorientierte werden. Dafür ist auch eine aktive Auseinandersetzung mit Rassismus und dessen Wurzeln nötig.

Wer das Problem linker und rechter Kriminalität auf den Nazi-Marsch am 13. Februar und die obligatorischen Proteste Linker reduziert, zielt zu kurz. Unter dem Deckmantel eines politischen Motivs werden Brandanschläge verübt und Prügeleien angezettelt. Dumpfe Gewalt wird damit gerechtfertigt.

Dresden ist nicht ausländerfeindlich, nicht rassistisch und nicht antisemitisch. Die falsche Haltung einzelner Verwirrter ist keine Haltung der Dresdner. Doch die vernünftige Mehrheit muss ihre Ablehnung viel stärker zum Ausdruck bringen.