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Dresden

Darum muss Zora ihre Strip-Bar schließen

Die Dresdner Theater-Chefin Zora Schwarz fühlt sich von der Stadt ungerecht behandelt, hat aber schon eine neue Idee.

Zora Schwarz bleibt als Geschäftsfrau kreativ.
Zora Schwarz bleibt als Geschäftsfrau kreativ. © Carte Blanche

Erst im April des vergangenen Jahres eröffnete Zora Schwarz ihre Männer-Strip-Bar namens "Tabu", direkt nehmen ihrem Theater Carte Blanche an der Prießnitzstraße. "Dresden soll ja immer bunter werden", sagt sie. "Wenn man dann aber mal etwas für die Frauen anbietet, wird das gleich verboten." 

Die Stripbar "Tabu" neben dem Carte Blanche musste geschlossen werden.
Die Stripbar "Tabu" neben dem Carte Blanche musste geschlossen werden. © Carte Blanche

Das Gewerbeamt hatte Zora Schwarz zunächst die "Schaustellung von Personen in Form von sexualbezogenen Vorführungen" genehmigt. In Sachsens erster Männer-Strip-Bar zogen sich daraufhin reihenweise muskelbepackte Herren aus und ließen sich von den kreischenden Besucherinnen bereitwillig Dollarnoten in den Schlüpfer stecken. 

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Genau daran störte sich nun jedoch das Stadtplanungsamt. Ein solches Angebot passe nicht in das Wohngebiet, wurde ihr mitgeteilt.

Zora Schwarz fühlt sich ungerecht behandelt und verweist auf die Table-Dance-Bar Klax in Pieschen, die auch von Wohnungen umgeben sei. "Das Verbot ist sehr schade, aber wer mich kennt, der weiß, dass ich mich nicht aufhalten lasse", sagt die Theaterchefin. Ihre Strip-Bar will sie nun kurzerhand in eine Karaoke-Bar umwandeln.

Gestrippt werden soll bei ihr aber weiter - dann eben jetzt im Partybus. Am 3. April um 21 Uhr startet am Theater die erste Fahrt ihrer rollenden Party-Location, mit einer eigenen Bar an Bord, Sound- und Lichtanlage mit 6.000 Watt Leistung und insgesamt 50 Plätzen auf zwei Ebenen.

Zoras Stripper ziehen sich künftig nur noch im Partybus aus.
Zoras Stripper ziehen sich künftig nur noch im Partybus aus. © Carte Blanche

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