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Dresden

Drei Neueröffnungen im Elbepark

Es wird bald getanzt, gespendet und gegessen im Dresdner Elbepark. Und der Centermanager hat noch weitere Pläne.

Im Elbepark tut sich etwas. Drei Neueröffnungen sind in diesem Jahr schon sicher. Und es sind weitere geplant.
Im Elbepark tut sich etwas. Drei Neueröffnungen sind in diesem Jahr schon sicher. Und es sind weitere geplant. © Robert Michael

Luftballons, Sekt und Häppchen - die erste Neueröffnung dieses Jahres wurde schon am Freitag im Elbepark gefeiert. Das Haema-Plasmaspendezentrum an der Lommatzscher Straße hat bereits geöffnet. Doch damit ist das Feiern im Einkaufszentrum auf der Peschelstraße noch lange nicht beendet. Allein im Februar öffnen sich zwei weitere Türen. Und Centermanager Gordon Knabe verhandelt schon mit den nächsten Interessenten. Das ist neu im Elbepark: 

Wenn aus Tanz Liebe wird: Salsaschule Kubáname

Stefanie Fontaine und Yorge Armando Gonzáles Roldán (beide 33) unterrichten zusammen Salsa im Elbepark. 
Stefanie Fontaine und Yorge Armando Gonzáles Roldán (beide 33) unterrichten zusammen Salsa im Elbepark.  © René Meinig

Man kann den Mojito förmlich schmecken, wenn Yorge Armando González Roldán und Stefanie Fontaine das Tanzbein schwingen. Die beiden, die nur beim Vornamen genannt werden wollen, weil das im Tanzsport so üblich ist, haben Salsa im Blut. Yorge ist mit den Rhythmen aufgewachsen, stammt aus Havanna in Kuba und hat dort bereits Tanzunterricht gegeben. Stefanie tanzt seit dem Kindesalter und hat sich in die Salsa verliebt. 

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Beide unterrichteten zunächst getrennt voneinander in Dresden und fanden 2017 schließlich zusammen - erst auf dem Parkett und dann auch im wahren Leben. Die Liebesbeziehung wurde vor drei Monaten mit der ersten gemeinsamen Tochter gekrönt. Der professionellen Beziehung soll nun durch die erste eigene Tanzschule die Krone aufgesetzt werden.

Bisher unterrichteten Yorge und Stefanie in einem angemieteten Raum in der Alten Mälzerei. Ein Ergotherapeut bot den beiden einen Praxisraum an, auch er hat eine Leidenschaft für Salsa. Das habe auch gut funktioniert. "Aber etwas hat gefehlt", sagt Yorge. "Wir haben zwar die Tänze vermittelt, aber nicht die Kultur." 

In dem neuen Tanzsstudio im Stadthaus des Elbeparks - so der Name des Anbaus an der Lommatzscher Straße - soll es künftig nicht nur Unterricht, sondern auch Partys und Events geben. "Es muss natürlich etwas mit Kuba zu tun haben", sagt Yorge. "Es gibt zum Beispiel das typische Sonntagsdomino - mit einer Flasche Rum", erklärt Stefanie. 

Seit Sommer vergangenen Jahres wird deshalb in dem Raum gewerkelt. Er musste komplett ausgebaut werden, befand sich vorher im Rohbau. "Ursprünglich war hier mal ein Atelier drin. Doch dann hat der Elbepark den Laden einfach dicht gemacht, weil es keine Interessenten gab", sagt Stefanie. 

Denn in der Gewerbeeinheit zwischen Bowlingbahn und Kino sind die Decken extrem hoch - nicht sonderlich gut für die Akustik. Mit einigen Einbauten des eigenen Designers wurde diese aber verbessert. Die Sanitäranlagen sind bereits eingebaut, auch eine Klimaanlage gibt es. Bis das Programm richtig starten kann, muss aber auch die Bar fertiggestellt werden. "Kuba ohne Mojito geht nicht", sagt Stefanie lachend. Daher wird es erst im März Veranstaltungen geben.

Die Kurse laufen hingegen schon. Acht verschiedene Levels werden angeboten - vom blutigen Anfänger bis zum Profi ist für jeden die passende Stufe dabei. Am 1. Februar soll es von 14 bis 18 Uhr einen Tag der offenen Tür mit Sekt und Showeinlagen von den Schülern geben. Und wenn der Bau endgültig beendet wurde, ist der Name der Tanzschule Programm: Kubana me - Mach mich kubanisch.

Wenn aus Blut Medizin wird: Haema-Plasmaspendezentrum

Zwei Türen weiter hat der Haema-Blutspendedienst ein weiteres Plasmaspendezentrum eingerichtet. Es ist das zwölfte in Sachsen und das dritte in Dresden. Doch etwas unterscheidet das Zentrum von den anderen in der Landeshauptstadt. "Wir sind papierlos", sagt Marketing-Leiterin Marion Junghans.

Wer zum ersten Mal spendet, bekommt eine Chipkarte als Spenderausweis. Altspender, die noch einen Papierausweis haben, können diesen vor Ort umtauschen. Die Chipkarte wird dann im Eingangsberereich gescannt. Anschließend erscheint der eigene Vorname sowie der Anfangsbuchstabe des Nachnamens auf einer großen Anzeigetafel, die dem Spender zeigt, zu welcher Station er sich als nächstes begeben soll. 

In Zeiten, in denen der Datenschutz groß geschrieben wird, ist das natürlich nicht ohne Weiteres möglich. "Die Spender unterschreiben vorher eine Einverständniserklärung", so Junghans. Wenn ein Kunde nicht möchte, dass sein Vorname angezeigt wird, erscheint auf dem Bildschirm stattdessen die Spendernummmer.

Nach dem Check-In geht es als erstes zur Anmeldung. Dort werden Blutdruck, Temperatur und Gewicht gemessen. Anschließend muss der Spender einen Fragebogen ausfüllen - wie bei der normalen Blutspende geht es um Reisen, Sexualkontakte und ähnliches. Danach geht es noch zu einem kurzen Gespräch zum Arzt, Erstspender werden dort noch einmal gründlich durchgecheckt. Anschließend geht es ins Herzstück des Zentrums - den Spende-Bereich.

18 Liegen und 18 Maschinen stehen bereit. Anders als bei der Blutspende dauert eine Plasmaspende 45 Minuten. Das Blut wird entnommen und in eine Flasche gepumpt. Dort wird es zentrifugiert, damit sich die schweren Bestandteile des Blutes von dem leichten Plasma lösen. Das besteht zu 80 Prozent aus Wasser. Das Plasma wird von der Maschine in eine weitere Flasche gepumpt. Ist eine bestimmte Menge erreicht, stoppt das Gerät zunächst und pumpt die schweren Bestandteile des Blutes zusammen mit einer Kochsalzlösung wieder zurück in den Körper des Spenders. Dann geht das Prozedere von vorne los, bis die gewünschte Gesamtmenge erreicht ist. Die liegt zwischen 650 und 850 Millilitern - je nach Statur des Spenders.

Das Plasma wird anschließend in einer Gefrierzelle bei Minus 39 Grad eingefroren und hält sich bis zu zwei Jahre. Spätestens dann wird es zum Medikament weiterverarbeitet. Junghans hofft, dass in dem neuen Zentrum irgendwann zwischen 80 und 120 Spender pro Tag kommen. Sie erhalten für die Spende 25 Euro.

Wenn aus einem Restaurant ein anderes wird: Bageterie Boulevard

Auch im Haupthaus wird sich noch im Februar etwas tun. Im Erdgeschoss öffnet dann eine Filiale des Systemgastronomen Bageterie Boulevard. Die Kette aus Prag bietet vor allem warme und kalte Sandwiches an. In Dresden gibt es bereits eine Filiale in der Centrum Galerie. Vorher war an dieser Stelle eine Oliveria. 

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