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Wie die DVB durch die Corona-Zeit kommen

Die Verkehrsbetriebe-Chefs beantworteten eine Stunde lang Fragen von Fahrgästen. Sie hatten auch gute Nachrichten für die Dresdner.

Wenn die Schule wieder voll läuft, fahren die Bahnen wieder alle zehn Minuten, versprechen die DVB.
Wenn die Schule wieder voll läuft, fahren die Bahnen wieder alle zehn Minuten, versprechen die DVB. ©  Archiv/René Meinig

Dresden. In der nächsten Woche wollen die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) ihren Servicepunkt am Postplatz wieder öffnen. Das kündigt Vorstand Lars Seiffert in einer Videoübertragung an, die unter anderem auf der Facebook-Seite des Unternehmens zu sehen ist. 

Einen Tag nannte er nicht. Laut DVB-Sprecher Falk Lösch steht noch nicht fest, wann genau das sein wird. Denn dafür sind noch Vorbereitungen nötig. Seiffert erklärte unter anderem, dass zuvor noch Plexiglasscheiben an den Infotresen montiert werden sollen. Außerdem ist geplant, künftig die Kunden in dem DVB-Beratungszentrum zu limitieren. Ist die Einrichtung am Postplatz wieder geöffnet, sollen nach und nach weitere Servicepunkte folgen.

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Vorstand Lars Seiffert beantwortete mit seinem Kollegen Andreas Hemmersbach am Montagabend eine Stunde lang Corona-Fragen von Dresdnern. Die Übertragung ins Internet hat Dresden Fernsehen organisiert. Auch im eigenen Programm zeigte der Sender den "Live Talk" mit den DVB-Vorständen. Hemmersbach sagte dabei, bundesweit werde darüber nachgedacht, ob und wie Fahrgästen, die zum Beispiel Monatskarten oder Jobtickets haben, für die Corona-Zeit etwas zurückgezahlt werden könne. Er sagte aber auch: "Ich Moment habe ich weder das Geld dafür noch eine vernünftige Idee, wie man das letzten Endes handhaben kann."

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Schießlich seien die Fahrpreise nicht allein Sache der Verkehrsbetriebe, sondern würden im Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) beschlossen, wobei alle am VVO beteiligten Kreise und Städte mitreden. 

Außerdem sei derzeit fraglich, ob es weiter wie gewohnt möglich ist, den Jahresverlust der Dresdner Verkehrsbetriebe innerhalb der Stadt-Tochter Technische Werke Dresden auszugleichen. Das Geld, das dort zur Verfügung steht, kommt von der Drewag, die wegen der Corona-Krise ebenfalls mit Einbußen rechnen muss.

Laut Hemmersbach sind derzeit pro Tag 110 Straßenbahnen und 150 Busse in Dresden unterwegs. Die Fahrgastzahl ist auf 20 Prozent des normalen Aufkommens gefallen, steigt aber jetzt wieder langsam. Normal sind etwa 600.000 Fahrgäste pro Tag, in der Zeit der kompletten Kontaktsperre waren es stets deutlich unter 200.000. Das führte dazu, dass die Verkehrsbetriebe vom 10-Minuten- auf einen 15-Minuten-Takt umgestellt haben, dass die „8“ nur noch zwischen Rähnitz und Infineon fährt, und dass die Fähre Laubegast-Niederpoyritz den Betrieb eingestellt hat.

Vorstand Lars Seiffert kündigte an, dass der 10-Minuten-Takt "mit Sicherheit" dann wiederkommt, wenn die Schulen den Normalbetrieb wieder aufnehmen.

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