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Wird Parkeisenbahn doch nicht erweitert?

Dynamo Dresden hat ein neues Trainingsgelände. Dadurch wird Platz im Großen Garten frei. Dort sollten eigentlich neue Schienen für die Züge verlegt werden.

Ob es künftig für die Parkeisenbahn mehr Platz im Großen Garten gibt, ist offen.
Ob es künftig für die Parkeisenbahn mehr Platz im Großen Garten gibt, ist offen. © Archiv/Sven Ellger

Dresden. Dynamo ist weg. Der Verein hat ein neues Trainingsgelände mit Top-Räumlichkeiten und -Sportplätzen im Ostragehege. Jetzt ist Zeit für Neues auf dem Trainingsplatz im Großen Garten. Doch was wird aus der Fläche gegenüber dem Stadion an der Lennéstraße? Sie ist 17.785 Quadratmeter groß. Das entspricht mehr als zwei Fußballfeldern.

Ursprünglich war geplant, dort die Parkeisenbahn mit einer zusätzlichen Gleisschleife zu erweitern. Auch ein weiterer Bahnhof gehörte zu den Ideen für das Stück am Rand des Großen Gartens. Der Eigentümer, die Staatlichen Schlösser und Gärten, hatten Dynamo deshalb sogar etwas gedrängt, sich endlich nach einem anderen Trainingsgelände umzusehen. Doch als der Umzug im Frühjahr 2019 schließlich in greifbare Nähe rückte, gab es noch kein ausformuliertes Konzept. Schlösserland-Sprecher Uli Kretzschmar sagte damals auf SZ-Anfrage: "Wir werden die Pläne erst konkretisieren, wenn Dynamo auch wirklich den Platz geräumt hat." Die Prioritäten hätten sich zugunsten von Großprojekten verschoben, etwa die Festung Dresden und den Zwinger.

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Nun ist seine Auskunft noch unkonkreter, von der Parkeisenbahn gar keine Rede mehr: "Im Moment sind wir dabei, eine denkmalpflegerische Zielstellung für dieses Areal zu erarbeiten", teilt er mit. Welche Nutzung sich letztlich durchsetze, sei noch offen. "Wir streben aber allgemein an, den Großen Garten als historisches Gartendenkmal nach der Gestaltung durch Friedrich Bouché zu erhalten."

Die Trainingsmöglichkeiten im Ostragehege sind für Dynamo viel besser als im Großen Garten. Dort war der Übungsplatz nur näher am Stadion.
Die Trainingsmöglichkeiten im Ostragehege sind für Dynamo viel besser als im Großen Garten. Dort war der Übungsplatz nur näher am Stadion. © dpa/Robert Michael

Freunde der Parkeisenbahn werden das nicht gerne hören, die zusätzliche Gleisschleife im Großen Garten wurde schließlich zumindest anfangs auch von den Staatlichen Schlössern und Gärten unterstützt. Nun ist offen, ob es eine Chance gibt, die Strecke zu erweitern.

Dynamo hatte in das Trainingsgelände vor sechs Jahren noch einen sechsstelligen Betrag investiert. Damit wurde aus einer buckligen Wiese ein ansehnlicher Platz für die Fußballer, auch eine Bewässerungsanlage und Abflussleitungen für überschüssiges Wasser wurden damals eingebaut.

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Der Standard im neuen Trainingszentrum ist höher. Dort gibt es neben dem neuen Funktionsgebäude drei Trainingsplätze: zwei mit Naturrasen und einen mit Kunstrasen. Außerdem ist eine Rasenheizung eingebaut. So können die Fußballer auch in den Wintermonaten professionell trainieren und der Große Garten gewinnt - wenigstens für die Spaziergänger - parallel dazu an Erholungswert. (SZ/csp)

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