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Dresden ehrt Künstler

Kunstpreis. Der Maler Claus Weidensdorfer und die Künstlervereinigung Blaue Fabrik werdengeehrt.

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Von Katja Solbrig

„Kulturstadt“ oder „Stadt der Künste“ gehören zu den Attributen, mit denen sich Dresden gern schmückt. Und sie muss immer wieder beweisen, dass sie diese Meriten nicht nur Leistungen der Vergangenheit verdankt.

Eine solche Gelegenheit ist die jährliche Verleihung des Kunstpreises der Stadt. Seit 1993 ehrt sie so zum einen bekannte Künstler aus der Bildenden oder Darstellenden Kunst, Musik oder Literatur, die in Dresden arbeiten. Zum anderen unterstützt sie mit dem Förderpreis Künstler, die im weitesten Sinne als Nachwuchskünstler zu bezeichnen sind.

Der Maler und Grafiker Claus Weidensdorfer gehört zu denen, die diesen Preis genauso gut auch schon Jahre vorher hätte bekommen können. 1931 in Coswig geboren. Er studierte an der Dresdner Hochschule für Bildende Künste bei Erich Fraaß, Hans-Theo Richter und Max Schwimmer. Von 1975 bis 1987 lehrte der Künstler an der Fachschule für Werbung und Gestaltung in Berlin, danach an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin. Zurück in Dresden wirkte Professor Weidensdorfer an der hiesigen Hochschule für Bildende Künste als Dekan des Fachbereiches Malerei und Grafik. Nach seiner Emeritierung bezog er ein Atelier in Radebeul und ist seitdem freischaffend tätig. Er stellt gemeinsam mit Künstlerfreunden im In- und Ausland aus.

Ein solches Projekt führte ihn mit Freund und Kollegen Veit Hofmann in die Blaue Fabrik. Eine wunderbare Verbindung also zwischen Kunst- und Förderpreisträger. Das Künstlerkollektiv, das sich seit neun Jahren in der Blauen Fabrik zu unterschiedlichen Projekten und gleichzeitig zur langfristigen Arbeit zusammengefunden hat, versteht sich als Ort gemeinsamer Arbeit zwischen Mentoren und Nachwuchskünstlern. Hanne Wandke, Günter Heinz, Hartmut Dorschner, Isolde Matkey, Uwe Krause und Sigrid Walter gehören zu den Gründern. Unkompliziert und lebendig wirkt dieser Ort, bei verschiedenen Veranstaltungen kann man die Ergebnisse dieser Arbeit überprüfen.

OB Ingolf Roßberg wird die Preise am 9. April auf Schloss Albrechtsberg übergeben.