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Dresden fehlt das Geld fürs Sozialticket

Damit das Angebot für Sozialschwache nicht wegfällt, sollen die Verkehrsbetriebe helfen.

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Nur bis Jahresende 2012 gilt der Stadtratsbeschluss zum städtisch subventionierten Sozialticket. Der sah vor, dass Einkommensschwache einen Rabatt beim Fahrkartenkauf erhalten. Auch im Entwurf zum Doppelhaushalt 2013/14 sind für das Sozialticket keine neuen Mittel vorgesehen.

Das sorgte gestern für Streit im Sozialausschuss. Während die CDU das Ticket ablehnt, machte sich sogar Sozialbürgermeister Martin Seidel (parteilos) dafür stark. Zwar sei es eine freiwillige Leistung der Stadt, die dennoch Priorität haben müsste. Auch die Dresdner Verkehrsbetriebe befürworten die Fortführung, etwa weil es die Nutzerzahlen steigere. Erste Gespräche zwischen der Stadt und der DVB habe es bereits gegeben. Auch werde geprüft, ob Bundesmittel umgeschichtet werden könnten, oder ob die DVB die Hälfte der Kosten übernehmen könne. Linken-Stadträtin Katrin Mehlhorn betonte, dass das Ticket für die soziale und gesellschaftliche Teilhabe von einkommensschwachen Menschen unverzichtbar sei. Zugleich fördere es umweltfreundliches Verkehrsverhalten. Das Sozialticket für bedürftige Dresdner ersetzt seit Jahresbeginn 2011 das bisherige Rabattmarkensystem für Dresden-Pass-Inhaber. (SZ/fra)