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Dresden: Gefährliches Insekt wieder aktiv

Der Eichenprozessionsspinner kann Ausschlag und Atemnot verursachen. Wo er in der Stadt gesichtet wurde und was Sie tun sollten, wenn Sie ihn entdecken.

Der Eichenprozessionsspinner kann Ausschlag und Atemnot verursachen.
Der Eichenprozessionsspinner kann Ausschlag und Atemnot verursachen. © Kai-Uwe Heinzel, Landeshauptstadt Dresden

Dresden. Aufgrund des warmen und trockenen Wetters in den letzten Monaten wird sich der Eichenprozessionsspinner auch in diesem Jahr wieder in Dresden ausbreiten. Wer am Stamm oder in Astgabeln von Eichen diese Nester des gefährlichen Insektes sieht, sollte unbedingt Abstand halten. 

Denn eine Berührung der bis zu 50 Zentimeter großen Gespinste und der Brennhaare der Larven kann zu starken Hautausschlägen und allergischen Reaktionen führen, so das Dresdner Gesundheitsamt. Das gilt auch für leere Gespinste, sie enthalten ebenfalls noch Brennhaare der Raupen, die diese dort nach der Häutung hinterlassen haben. Nach einem Kontakt mit den Gifthaaren der Raupen sollte bei Beschwerden dringend ein Arzt aufgesucht werden. 

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Seit 2012 wurde das wärmeliebende Insekt besonders in der Gegend nördlich der Elbe, in den Gebieten westlich des Albertparks und im Bereich Weixdorf und Klotzsche gesichtet. In diesem Jahr gab es bereits Befälle auf einer Eiche an einem Feldrand in Schönborn und an zahlreichen Eichenbäumen auf einem Grundstück an der Stauffenbergallee.

Wer Gespinste entdeckt, sollte den Eigentümer der jeweiligen Fläche informieren. Er ist dafür verantwortlich, dass möglichst niemand mit den Raupen oder Gespinsten in Berührung kommt, betont das Rathaus. Eigentümer können die Bereiche um befallene Bäume absperren oder den Befall bekämpfen. Befallene Bäume an öffentlichen Straßen, Wegen oder im öffentlichen Grün werden durch Warnschilder versehen und die Nester entfernt. Die Entfernung der Gespinste erfolgt durch Fachfirmen. Es besteht keine Meldepflicht. 

Der Eichenprozessionsspinner ist ein nachtaktiver Schmetterling, der seine Eier im Juli und August in den oberen Kronenbereich der Eichen ablegt. In den Eiern entwickeln sich im Herbst bereits sogenannte Eiräupchen, die im Ei überwintern. Der Schlupf der Eiräupchen beginnt im April und Mai. Die Raupen entwickeln sich in sechs Larvenstadien, wobei die letzten vier Stadien Brennhaare ausbilden. Die Raupen erreichen eine Körperlänge von bis zu vier Zentimetern. Sie sind stark grau behaart und besitzen einen breiten dunklen Rückenstreifen. Die Raupen leben gesellig.

Auf der Nahrungssuche bilden sie hintereinander gereiht eine "Prozession". Die Verpuppung der Raupen passiert am Stamm ab Mitte Juni. Die Raupen des Eichenprozessionsspinners fressen Blätter der Eichenarten. Nur an einigen der in Dresden befallenen Bäume sind schon geringe Schäden an den Kronen erkennbar. Ein Waldschutzproblem für die Eichen besteht derzeit nicht.

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