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Steimles Idee für das Grüne Gewölbe

Die gestohlenen Schmuckstücke müssen wieder her, sagt der Kabarettist. Der Fernsehturmfan macht deshalb einen überraschenden Vorschlag.

Kabarettist Uwe Steimle hat eine Idee, wie man die gestohlenen Juwelen aus dem Grünen Gewölbe wiederbeschaffen könnte.
Kabarettist Uwe Steimle hat eine Idee, wie man die gestohlenen Juwelen aus dem Grünen Gewölbe wiederbeschaffen könnte. © dpa/Frank May

Das Geld liegt bereit, man muss es nur richtig ausgeben. Mit den Fernsehturm-Millionen könnten auch die Juwelen wiederbeschafft werden, die aus dem Grünen Gewölbe gestohlen worden sind. Das meint der Kabarettist und Schauspieler Uwe Steimle und das ist kein Scherz. Er meint das ernst. So ernst, dass er nach dem Telefongespräch über seine Idee gleich noch einmal in der Sächsische.de-Redaktion anruft und sagt: „Der Schatz muss wieder her, egal, was es kostet.“

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Steimle gehört zu denjenigen, die sich jahrelang für die Wiedereröffnung des Fernsehturms eingesetzt haben. Als dann vor etwa einem Jahr klar war, dass der Bund mehr als 12 Millionen Euro für die Sanierung des Fernsehturms bereitstellt und dass die Summe mit dem Geld vom Freistaat und der Stadt letztlich fast 26 Millionen Euro beträgt, war Steimle froh. „Ich freue mich schon auf den Tag, wenn ich dort oben auf dem Fernsehturm wieder eine Bockwurst essen kann“, sagte er Sächsische.de.

Nun ist alles anders. „Natürlich liegt mir der Fernsehturm am Herzen“, sagt der Kabarettist und Schauspieler, „aber der Schmuck muss zurück, das ist jetzt wichtiger“. Die gestohlenen Stücke seien „wie die DNA von uns“, also mindestens ein Teil des sächsischen Erbmaterials. Steimle ist davon überzeugt, dass so nicht nur die Dresdner, sondern alle Sachsen empfinden. „In solch einer Not merkt man auch erst einmal, was uns fehlt.“

Kopien von Swarowski im Grünen Gewölbe

Der Kabarettist schließt nicht aus, dass es auch Ablehnung für seine Idee gibt. „Man muss es aber wenigstens versuchen“, gibt er sich kämpferisch. Und im Grünen Gewölbe könnten unterdessen „die Leute von Swarowski mal zeigen, was sie draufhaben“. Das heißt, dort könnten Kopien der Schmuckstücke gezeigt werden, die das Juwelierunternehmen angefertigt hat. Auch ein Spendenkonto findet Steimle gut, auf das Geld für die Wiederbeschaffung der gestohlenen Stücke eingezahlt werden könnte.

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Parallel dazu hat die Polizei am Donnerstag 500.000 Euro ausgelobt. Das Geld steht für Hinweise zur Verfügung, die dazu führen, dass die gestohlenen Stücke wiedergefunden und die Täter gefasst werden. Sollte es mehrere hilfreiche Hinweise geben, dann soll der Betrag unter den Personen aufgeteilt werden, die dazu beigetragen haben, die Juwelendiebe zu überführen.

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