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Dresden hat dieses Jahr mehr als 4000 Schulanfänger

Für die neuen Grundschüler wird langsam der Platz eng. Die Verantwortlichen haben noch keine Lösung.

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Von Claudia Schade

Mit 4048 Schülern erreichen die Dresdner Erstklässler eine Stärke wie schon lange nicht mehr. In 166 Klassen sollen sie im neuen Schuljahr an 67 Grundschulen unterrichtet werden. Damit ist die Zahl der Schulanfänger im Vergleich zum vergangenen Schuljahr um mehr als 300 Kinder gewachsen.

Auch an den weiterführenden Schulen steigen die Schülerzahlen wieder. So unterrichten die Mittelschulen mit 7688 Kindern und Jugendlichen nun 288 mehr als noch im Schuljahr 2009/10. Die Zahl der Gymnasiasten hat sogar mit 853 zusätzlichen Schülern noch deutlicher zugenommen. Allein an den öffentlichen Gymnasien werden nun 9897 Schüler unterrichtet.

Die wachsenden Schülerzahlen stellen die Stadt als Schulbau-Verantwortliche und die Sächsische Bildungsagentur als Verantwortliche für die Lehrer in den kommenden Jahren vor große Herausforderungen. So ist absehbar, dass sechs Grundschulen und mindestens vier Gymnasien fehlen werden. Diese Lücken will die Stadt vor allem mit dem Einrichten von Außenstellen füllen. Das sieht Anja Stephan, Leiterin der Sächsischen Bildungsagentur in Dresden, kritisch. „Wir haben noch divergierende Positionen mit der Stadt“, sagt sie. Außenstellen halte sie nur für die Klassenstufen fünf bis neun für sinnvoll. Die Oberstufenschüler müssten an einem gemeinsamen Ort unterrichtet werden. „Wir haben aber noch kein Konzept von der Stadt.“