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Dresden: Wasserverbrauch steigt

Doch vom Jahresrekord ist die Nachfrage noch weit entfernt. Und das aus gutem Grund.

Besonders an warmen Tagen wird mehr Trinkwasser verbraucht.
Besonders an warmen Tagen wird mehr Trinkwasser verbraucht. © Dietmar Thomas

Dresden. An den besonders heißen Tagen der vergangenen Woche ist der Trinkwasser-Verbrauch wieder gestiegen. Das teilt Drewag-Sprecherin Gerlind Ostmann mit. 

Wurden am Mittwoch in Dresden bei knapp 20 Grad noch 126.000 Kubikmeter benötigt, so waren es am Freitag bereits 133.000 Kubikmeter. Umgerechnet entspricht das 133 Millionen Litern Trinkwasser. An dem Tag war die Temperatur bis über 30 Grad gestiegen. Am Sonnabend, als nur noch 22 Grad gemessen wurden, sank der Verbrauch wieder auf insgesamt 123.000 Kubikmeter. Er hängt jedoch nicht nur davon ab, wie warm es ist, erläutert Sprecherin Ostmann. Mit entscheidend sei, ob es regnet.

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Trockenheit sorgt für höheren Wasserbedarf

Das war auch am diesjährigen Rekordwert deutlich, der am 27. April bei rund 22 Grad erreicht wurde. An dem Tag verbrauchten die Dresdner Haushalte, Betriebe und Einrichtungen 145.000 Kubikmeter Trinkwasser. Allerdings war der April extrem trocken. Mit 6,4 Litern Niederschlag je Quadratmeter fielen nur 14 Prozent des langjährigen Wertes des Deutschen Wetterdienstes. Damit war der April der zweittrockenste Monat seit 1996. Seitdem zeichnet die Stadtentwässerung die Regenwerte flächendeckend in der Stadt auf.

An normalen Tagen liegt der Verbrauch in Dresden bei 110.000 bis 120.000 Kubikmetern Trinkwasser. Die Dresdner werden aus drei Wasserwerken versorgt. Für sie ist es kein Problem, genügend Trinkwasser aufzubereiten. Immerhin liegt ihre Kapazität bei knapp 240.000 Kubikmetern täglich. Rund 60 Prozent davon kommen aus Coschütz, ein Viertel aus Hosterwitz und 15 Prozent aus Tolkewitz. 

Ins 1946 übergebene Coschützer Werk fließt Wasser über Stollen und Leitungen aus dem Talsperrensystem Lehnmühle und Klingenberg. Im 1908 unter Stadtbaudirektor Hans Erlwein fertiggestellten Hosterwitzer Werk und in der bis 1898 gebauten Tolkewitzer Anlage werden Grundwasser und Uferfiltrat aus der Elbe aufbereitet.

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