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Dresden: Ist dieser Sommer rekordverdächtig?

Die Hitzewelle will einfach nicht enden. Wie viele Hitzetage es bisher gab und wie viel Regen die Stadt abbekommen hat.

Dieses Jahr ist nicht die Hitze rekordverdächtig, sondern die Trockenheit.
Dieses Jahr ist nicht die Hitze rekordverdächtig, sondern die Trockenheit. © René Meinig

Dresden. Heiße Tage, tropische Nächte und aufgeheizte Wohnungen: Die aktuelle Hitzewelle lässt viele Menschen stöhnen. Aber ist dieser Sommer so rekordverdächtig wie der im vergangenen Jahr?

An der Wetter-Messstation in Klotzsche sind seit Juni 38 Sommertage und 12 Hitzetage zusammengekommen. Von Sommertagen sprechen die Meteorologen bei Höchsttemperaturen ab 25 Grad, von Hitzetagen ab 30 Grad. Im Elbtal ist es deutlich wärmer gewesen. So wurden in Strehlen bisher sogar 45 Sommertage und 14 Hitzetage gezählt. 

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Rekord? Nein, keineswegs. Der Sommer 2019 brachte es in Strehlen zwischen Anfang Juni und Ende August auf stattliche 73 Sommertage (Klotzsche: 63) und 34 Hitzetage (Klotzsche: 25). Zwar hat dieser August noch einige Tage vor sich. Aber die Hitzewelle könnte schon bald vorbei sein. Nach einem neuen Heißluft-Vorstoß am Wochenende deuten einige Modelle auf eine kühlere Witterungsphase ab kommender Woche hin.

Bis dahin heißt es durchhalten. Die Tipps kennt zwar jeder. Dennoch rät die Stadtverwaltung dringend, ausreichend zu trinken. "Sollten die eigenen Vorräte unterwegs zur Neige gehen, bieten die Refill-Stationen und Trinkbrunnen im Dresdner Stadtgebiet kostenloses Trinkwasser", so das Rathaus. Wer seine eigene Wasserflasche kostenlos auffüllen möchte, findet die Standorte im Themenstadtplan. 

Wegen der tropischen Nächte empfiehlt die Stadt, die Wohnung nachts zu lüften und tagsüber die Fenster zu schließen und abzudunkeln. "Auch eine Wärmflasche kann bei Sommerhitze sehr nützlich sein: Einfach kaltes Wasser einfüllen und für etwa drei Stunden in den Kühlschrank legen. So verwendet, kann sie im Büro die Fußsohlen und das Bett vor dem Schlafengehen kühlen."

Viel zu wenig Regen trotz vieler Gewitter

Rekordverdächtig ist dieser Sommer jedoch, wenn man sich die Niederschläge anschaut. Trotz der vielen Gewitter sind zwischen Juni und jetzt bisher nur 96,2 Millimeter Regen pro Quadratmeter gemessen worden. Im Juni waren das lediglich 20 Prozent der üblichen Menge, im Juni 66 Prozent. Der August bringt es bisher knapp auf die Hälfte der normalen Regenmenge. Normal und üblich bezieht sich in diesem Fall auf den langjährigen Durchschnitt von 1981 bis 2010. Immerhin deutet sich für Dienstag etwas Regen an. Auch am Samstag könnte es wieder nass werden. Das Problem: Bisher hat es in Dresden nicht flächendeckend geregnet. 

Die Stadtverwaltung hat deshalb in der vergangenen das Verbot verlängert, Wasser aus Bächen und Flüssen zu nehmen, die Elbe ausgenommen. "Nahezu alle beobachteten 45 Fließgewässer im Stadtgebiet führen nur noch sehr wenig Wasser", hieß es. 15 der beobachteten Bäche seien bereits abschnittsweise in oder komplett trocken, darunter der Blasewitz-Grunaer Landgraben. Wer gegen das Verbot verstößt, muss mit einem Bußgeld von mindestens 50 Euro rechnen. Im vergangenen Sommer, den viele Dresdner bereits als sehr heiß und trocken in Erinnerung haben dürften, kamen rund 122 Liter Regen pro Quadratmeter zusammen.

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Wohl nicht mehr erreicht wird die Zahl der Sonnenstunden in diesem Sommer. Das waren bisher 585 in Klotzsche. Vergangenes Jahr strahlte die Sonne rund 836 Stunden auf Dresden.

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