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Silvesterkarpfen aus dem Zwingerteich

Beim Abfischen wurden am Dienstag zwölf Zentner aus dem Wasser geholt. Doch das ist nicht die letzte Station für die Fische.

Veiko Schmidt, Wolfgang Weiland (v.r.) und weitere Mitarbeiter und Helfer vom AVD Angel-Service haben beim Abfischen Karpfen aus dem Zwingerteich geholt.
Veiko Schmidt, Wolfgang Weiland (v.r.) und weitere Mitarbeiter und Helfer vom AVD Angel-Service haben beim Abfischen Karpfen aus dem Zwingerteich geholt. © SZ/Peter Hilbert

Dienstagmorgen am Zwingerteich. Veiko Schmidt steht in seiner grünen Wathose am Ufer. Während seine Kollegen die Karpfen mit dem Kescher aus dem Wasser holen, befreit der 57-jährige Fischwirt sie in der Plastewanne vom Laub und wirft sie dann in den großen Wasserbottich. Für die Fischer und ihre Helfer vom Dresdner AVD Angel-Service ist an diesem Tag das jährliche Abfischen angesagt. Das ist aber nur eine Aufgabe des Unternehmens, das seit vielen Jahren den Zwingerteich und 70 weitere Teiche bewirtschaftet.

© SZ/Peter Hilbert

Ist im Frühjahr das Eis auf den AVD-Winterteichen in Zschorna bei Thiendorf verschwunden, werden über 200 junge Karpfen von dort zum Zwingerteich gebracht und ausgesetzt, nennt Sachse den ersten Schritt. Ein Jungfisch bringt etwa ein Pfund auf die Waage. Zwar finden die Karpfen im Zwingerteich Wasserflöhe, Würmer und andere Wassertiere als natürliche Nahrung. Dennoch müssen sie von Veiko Schmidt und seinen Kollegen zusätzlich gefüttert werden. Wöchentlich schütten sie etwa vier Zentner Weizen an eine Stelle am Teichrand. „Das hängt auch von den Temperaturen ab“, erklärt Fischwirt Schmidt. Denn je höher sie sind, umso besser arbeitet der Stoffwechsel der Karpfen. Was sie hungriger macht.

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Und so wachsen die Zwingerteich-Karpfen in der warmen Jahreszeit kräftig. In den vergangenen beiden Jahren wurden sie schon im September abgefischt. „Jetzt im November erwischen wir die Fische aber besser. Da bleiben nicht so viele übrig“, sagt Angel-Service-Chef Sachse. Denn bei Kälte schwimmen sie langsamer.

© SZ/Peter Hilbert

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Morgens um acht haben die Fischer zwei Netze am Zwingerteich ausgeworfen. Zwei Stunden später sind über 200 Spiegel- und Schuppenkarpfen gefangen, die rund zwölf Zentner auf die Waage bringen. Große Prachtexemplare sind einen halben Meter lang und wiegen drei Kilo. Mit ihren Transportern haben die Fischer die Karpfen mittlerweile nach Zschorna gebracht. Dort schwimmen sie im frischen Wasser der Hälteranlage. „Da spülen sie ihre Kiemen richtig frei und verlieren den Schlammgeschmack“, erläutert Sachse. Schließlich hat der Zwingerteich keinen Abfluss, weshalb er schlammig ist. Vor Weihnachten und Silvester werden die jetzt gefangenen Karpfen verkauft. Dann haben sie jedoch keinen Schlammgeschmack mehr.

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